Petra Keinhorst works in site-specific installations, sculptures, and drawings. Her three-dimensional work largely comprises of hard paraffin wax sculpture projects. She melted a first public sculpture in 1999 and has been re-using the material since, re-melting it again and again. Through carving, forming or casting, work and material constantly transform anew.
Living in South Africa for many years has influenced her motives – moving toward works that look at the social and environmental impact of our activities on this planet. The beauty of the hard paraffin wax that at times becomes partially translucent is alluring, despite confronting us with what we don’t like to see. Her two dimensional works seem similarly beautiful and fragile at first, until one realizes their meaning.
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Petra Keinhorst arbeitet in raumbezogenen Installationen, Skulpturen und Zeichnungen. Seit vielen Jahren meist mit immer demselben Material Hartparaffin. Eine erste öffentliche, grosse Skulptur hat sie damals wieder eingeschmolzen – seither sind daraus über Neuguss und Wiedereinschmelzung viele neue Werke entstanden.
Die Arbeiten entstehen klassisch bildhauerisch gehauen und geschnitzt aus zuvor gegossenen Blöcken, oder frei getaucht und geformt, oder auch abgeformt im Negativguss.
Die entstandenen Skulpturen erleuchten im sonnigen Gegenlicht halb transparent, mit einer harten und oft glänzenden Oberfläche. Die Konturen erscheinen weicher als sie tatsächlich sind und scheinen sich im Licht visuell teils aufzulösen.
Die Werke entziehen sich uns damit, obschon wir uns haptisch über das Material so angezogen fühlen. Sie erzeugen in Räumen eine atmosphärische Stimmung, die selbst im Aussenraum platzierte Objekte noch ausstrahlen.
Die Künstlerin lebte ein Jahrzehnt lang in Südafrika. Die Thematik ihrer Arbeiten hat sich, davon beeinflusst, verändert und seither entstandene Werke sind oft mehrteilige Installationen welche die Auswirkung unserer Aktivitäten auf diesem Planeten thematisieren. Während frühere Arbeiten oft eine bestimmte melancholische oder atmosphärische Stimmung intendierten, zeigen neuere Arbeiten eine formelle Brüchigkeit welche auf die Problematik unserer Zeit teils symbolisch oder konkret hinweist.
Der Prozess des Wiedereinschmelzens und Neubearbeiten des Materials ist dabei eine kontinuierliche Verwandlung von ephemerer Qualität.