Lucia Momu

Momu & No Es, Lucía Moreno (Basel, 1982) and Eva Noguera (Torelló 1979), both graduated from the Painting Department of the Faculty of Fine Arts at University of Barcelona, later completed they MFA at DAI (The Dutch Art Institute) in The Netherlands.

Erin Mallon

Erin Mallon’s work investigates the odd, intimate relationships between reality and fiction. In her literary writing she explores the narrating and reading instances’ proximity to the telling. In her spatial and aural works, tactile and performative dimensions reshape the receptive experience of a text. An interest in the cultural and personal narratives we use to make sense of things within our lives underlies her work. By engaging with these stories, she formulates questions about the role of the everyday in artistic production – and vice versa.

Susanne Schär

Le Fokus se trouve auf der Betrachtung des Unspektakularen. – Dans le travail de Susanne Schär et Peter Spillmann, la Wahrnehmung et l’interprétation des Augenblicklichen voraus. C’est la charnière et la petite taille, sans danger pour les choses, pour que les choses soient abordées et pour cela. Meist sind es gerade the alltäglichen Wiederholungen, monotonen Rituale, die sie in Bann halten, and die sie zu mehrschichtigen Installationen mit unterschiedlichen Medien verarbeiten.

Peter Spillmann

Le Fokus se trouve auf der Betrachtung des Unspektakularen. – Dans le travail de Susanne Schär et Peter Spillmann, la Wahrnehmung et l’interprétation des Augenblicklichen voraus. C’est la charnière et la petite taille, sans danger pour les choses, pour que les choses soient abordées et pour cela. Meist sind es gerade the alltäglichen Wiederholungen, monotonen Rituale, die sie in Bann halten, and die sie zu mehrschichtigen Installationen mit unterschiedlichen Medien verarbeiten.

Maria Magdalena Z’Graggen

Kunstbulletin 4/2018 (Auszug) Isabel Zürcher  Im Eigensinn der Materie  Wenn Maria Magdalena Z’Graggen über Farbe spricht, geht’s nicht zuerst um Nuancen und nicht um Töne: Sie geht mit eigentlichen Charakteren um. Mattes und Glänzendes, das Hitzige, Anschmiegsame wie das Widerspenstige ihrer jeweiligen Natur bietet sie zum Zusammenspiel auf – genau das ist die Kunst ihrer Malerei. Auf dass auch nach Abschluss einer kaum korrigierbaren, umso konzentrierteren Bewegung die Vitalität einer Leinwand oder Holztafel nicht in ängstliche Starre übergeht. Wie unbekannte Gestirne schweben Kreisformationen auf monochromem Grund. Manche scheinen nach einer ungestümen Zentrifugalbewegung zum Stillstand gekommen. Dabei spannt sich ein Überschuss an Farbe zur homogenen Folie spannt oder bleibt wie ein gestrandeter Fisch schillernd liegen. Die neckische Kulinarik, die das Drehmoment um die Mitte organisiert wie um eine glasierte Kirsche, erinnert an ein früheres Kapitel in Z’Graggens malerischem Werdegang: In ihren «Friandises» (1998/99), kleinen Objekten in Öl auf Holz, hatte sie Malerei wie Amuses-Bouches als Augenschmaus offeriert. In unterschiedlichem Aggregatzustand variiert auf anderen Werken der senkrechte Fall schmaler Farbbänder: Kontraste, Rhythmen, Verschmelzung oder Abstossung. So sehr auch diese Malerei in ihrer vertikalen Organisation die Erinnerung an die Grossen, Abstrakten der amerikanischen Nachkriegszeit in sich birgt – abstrakt ist sie nicht. Und so sehr sie Assoziationen an Himmelskörper, Zielscheiben, vielleicht Arenen aufruft – das im engeren Sinn Figurative bleibt ihr fern. Malerei ist das unmittelbare, nahsichtige, immer wieder einmalige Auftreffen von Farbe auf Holz, Leinwand, auch auf Papier. Und es ist eine Technik, mit der Maria Magdalena Z’Graggen Phänomene der Welt auf ein sinnliches Konzentrat verdichtet. Im langjährigen Hin und Her zwischen Öl und Aquarell, zwischen Modellieren, Zusammenfassen und Verflüssigen insistiert ihr Schaffen auf einem schöpferischen Urzustand: Das Werden triumphiert über das Sein, und das Überraschende von Harmonie oder Dissonanz lehnt sich fröhlich gegen jede rigide Begrifflichkeit auf.

Barbara Wiggli

Barbara Wiggli bewegt sich in ihrem Werk in verschiedenen Gattungen, wobei die Skulptur und die Bildhauerei ihr bevorzugtes Feld sind. Wiggli arbeitet mit Materialien und Fundgegenständen, die ihr zufallen, zuströmen. Das Thema der Fügung, Zusammensetzung, Assemblage beschäftigt sie immer wieder aus einer anderen Perspektive. Die Werke entstehen nicht als Serie. Jedes Werk ist ein Solitär, der sich mit anderen Arbeiten zu einer Familie fügt. Die Skulpturen erweitern sich in den Raum und treten  miteinander in Dialog. Die Künstlerin bringt in jedem einzelnen Werk unterschiedliche Materialien und Formen zusammen, integriert Merkwürdiges und versucht im Disparaten ein Gleichgewicht zu finden. Das Werk „Fundstück an Sockel geschmiegt“ aus dem Jahr 2018 besteht beispielsweise aus einem am Flussufer gefundenen Styroporstück und einem Sockel. Die beiden Materialien reagieren aufeinander, es entsteht eine „Schmiegung“.

Svenja Gansner

Gansners Arbeiten befassen sich mit dem Spannungsfeld zwischen dem «Ich» und dem «Anderen». Ihre Werke sind oft nicht nur körperlich, sondern auch emotional und psychologisch. Es dreht sich um Gegensätze wie Anziehung und Abstossung, Vertrautes und Fremdes, aber auch um Themen wie Fetischismus und um gesellschaftliche Normen, die den Körper definieren. 

Ihre Grundlage bildet die Abjekt-Theorie von der Psychoanalytikerin Julia Kristeva, sie beschreibt das Abjekt als etwas, das uns irritiert, weil es die Grenzen des Subjekts und unserer kulturellen Ordnung bedroht. Es handelt sich um das, was als gefährlich, ekelhaft oder unrein gilt – alles, was in unserem Selbstverständnis nicht Platz hat. Gansners Werke fungieren als Spiegel, der diese Abjekte in den Vordergrund rückt und das Publikum herausfordert, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Wenn wir eine Ausstellung besuchen, erwarten wir immer etwas von den Kunstwerken – was aber, wenn die Kunstwerke etwas von uns erwarten?

In Gansners Arbeiten kommen diese Themen auf unterschiedliche Weise zur Sprache. Ihre Arbeit lädt die Betrachter ein, sich mit den Aspekten der Abjekte auseinanderzusetzen und die Komfortzone zu verlassen. Sie fordert uns dazu auf, das Ekelhafte, das Unerwünschte und das Verdrängte zu umarmen und zu akzeptieren, dass diese Elemente integrale Bestandteile der eigenen Identität sind. Gansners Kunst zeigt, dass das Abjekt nicht nur abgestossen werden sollte, sondern als eine Quelle für Erkenntnis und Verständnis dienen kann. In ihrer Auseinandersetzung bietet sie einen neuen Zugang zu Themen von Identität, Fremdheit und dem menschlichen Zustand.

Christiane Maier Reinhard

Christiane Maier Reinhard: Aktuell entwickelt sich meine Arbeit in drei Werkgruppen.  (1) Die «Konstellationen» sind Arbeiten auf Glasvlies, Gruppierungen von Einzelelementen. Über ein Raster organisiert ermöglichen sie wand-raumbezogene Installationen.  Auf dem Glasvlies  amorph ausfliessende Tusche steht im Kontrast zur klaren Kontur der geschnittenen Flächen. Ihre Anmutung changiert zwischen rein geometrischer Form, Naturfragment und Körperlichkeit.

(2) Tuschzeichnungen auf Washipapieren folgen Naturbeobachtungen und fügen sie in ein Gewebe aus gedruckten Strukturen ein. «Stoff aus vielen Jahren» als Titel dieser Werkgruppe spielt neben der Materialität (Stoff, Gewebe, Teppich) auch auf Immaterialität an, den Stoff einer Narration, das Diskursgewebe, in dem ein Naturverhältnis erzählt wird. (3) Die dritte Werkgruppe – « Nicht alles lässt sich erklären» – ist die Temperamalerei. Als Aktion in selbstvergessener Präsenz scheint sie eine zur Zeichnung und den Konstellationen konträre Praktik. Sie ist der Versuch, den Grenzziehungen – den Kategorisierungen – zu entgleiten, in die wir unvermeidbar eingebunden sind. Die drei Werkgruppen stehen im Dialog und bilden einen Resonanzraum für das, was ich als «Darin-Sein in Existenz» zu befragen meine.