In meiner künstlerischen Praxis beschäftige ich mich mit der vorgefundenen räumlichen Umgebung und untersuche, wie Orte, Objekte und Körper miteinander in Beziehung treten und dabei spezifische Atmosphären hervorbringen. Mich interessiert, wie sich Bedeutungen im Raum verdichten, verschieben oder überlagern. Im Zentrum meiner aktuellen Forschung steht das Industriegebiet Schweizerhalle in Muttenz – ein Standort zahlreicher Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie. In einer Langzeitrecherche gehe ich der Frage nach, was die Realität dieses Areals ausmacht und wie die Basler Schlüsselindustrie die lokale Gesellschaft und die Region prägt. Dabei interessieren mich sowohl sichtbare Strukturen als auch verborgene Narrative, materielle Spuren ebenso wie immaterielle Einschreibungen. Meine Auseinandersetzung ist theoretisch, empirisch und handwerklich zugleich. Ich beleuchte ästhetische Fragestellungen ebenso wie politische, soziologische und philosophische Dimensionen. Im Prozess entsteht ein wachsendes Archiv aus Geschichten, Bildern, Zitaten, Begriffen, Anekdoten und Reflexionen, das mir als Materialfundus für eine Werkserie dient. Ich arbeite medienübergreifend in Skulptur, Installation, Video und Malerei.
Christine Fausten arbeitet an den Schnittstellen von Malerei, Skulptur und Musik. Sie wurde international für ihre phantastischen Mischwesen aus Textilien und Alltagsmaterialien bekannt, die oft in grössere Installationen eingebunden werden. Als freischaffende Künstlerin lebt und arbeitet Fausten seit 1998 in Basel und Burg im Leimental (Baselland).
Anna Maria Balint (*1992 in Basel) schloss 2020 den Master of Fine Arts am Sandberg Instituut in Amsterdam ab und erhielt anschliessend ein Förderatelier im Atelierhaus Klingental in Basel. Von 2016 bis 2018 wurde sie durch ein Atelierstipendium der GGG Stiftung unterstützt. Ihren Bachelor in Fine Arts erwarb sie 2016 an der HGK Basel. In ihrer künstlerischen Praxis entwickelt sie Skulpturen und zeichnerische Arbeiten, die aus der Beobachtung und Abstraktion von Alltagsobjekten hervorgehen. Ausgangspunkt sind funktionale Dinge wie Bürostühle, Autositze, Liegestühle, Sessel oder Paravents, deren Objekthaftigkeit sie untersucht. Durch formale Reduktion, Materialübersetzungen und räumliche Neuanordnungen überführt sie diese Objekte in neue Wahrnehmungs- und Bedeutungsebenen. Dabei entsteht ein eigenes Formenvokabular, das sich in seriellen Werkgruppen kontinuierlich weiterentwickelt. Ihre Arbeiten reichen von grossformatigen Raumskulpturen bis hin zu Aquarellen oder kleineren Objektformen, die sich zwischen Zwei- und Dreidimensionalität bewegen. Das Material spielt eine zentrale Rolle und verändert sich in den Werkserien: textile Elemente, konstruktive Trägerstrukturen sowie Technologien wie 3D-Druck oder Lasercut prägten die jüngsten Arbeiten. In den letzten Jahren hat sich ihr Fokus zunehmend von architektonischen Aussenräumen zu Interieurs und alltäglichen Gebrauchsobjekten verschoben. Sie zeigte ihre Arbeiten unter anderem im Kunstraum Riehen, Merdinger Kunstforum, in der Kunsthalle Basel, im Ausstellungsraum Klingental, Kunsthaus Baselland und Het HEM Amsterdam.
Son travail illustratif, ses créations textiles et son utilisation de matériaux tels que la céramique et le béton créent des dialogues entre des éléments solides et souples. Son travail aborde des expériences personnelle avec sensibilité et oppose un langage visuel délicat à des thèmes marqués par la tension.
Nika Timashkova (*1989 in Saporischschja, Ukraine) ist eine Multimedia-Künstlerin und Forscherin aus Basel. Sie hat einen BA in französischer Literatur und Linguistik sowie osteuropäischen Kulturen von der Universität Basel und einen Master in Art Practice vom Dutch Art Institute (DAI) in Arnheim, Niederlande.
Emmanuel Joan Ramon Pidré Starosta (1989), auch bekannt als Emma Pidré, ist ein argentinisch-spanischer Künstler, geboren in Buenos Aires, Argentinien, und lebt und arbeitet derzeit in Basel. Er hat ein Diplom in Bildender Kunst von der Weißensee Kunsthochschule Berlin sowie einen MA vom Institut Art Gender Nature / FHNW Basel.
Brenda Dell’Anna (2002, in Basel) ist eine italo-schweizerische Künstlerin, die in Basel und Moutier lebt. Sie hat kürzlich ihren Bachelor in Fine Arts am Institut Art Gender Nature der HGK Basel FHNW abgeschlossen.
Mirjam Spoolder wurde in den Niederlanden geboren und lebt seit 2007 in Basel, Schweiz. Sie studierte Bildhauerei an der Kunstakademie AKI/ARTEZ in Enschede und Bühnenmanagement am Rotterdamer Centrum für Theater (RCTH), beide in den Niederlanden. 2010 schloss sie ihr Masterstudium der Bildenden Kunst mit Schwerpunkt Performance Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst HGK/FHNW in Basel ab.
Dans mon travail, j’explore la pluralité des gestes et des techniques issue des savoir-faire et d’histoires culturelles liés aux corps en mouvement. Les lieux de partage, les espaces de travail et de fête deviennent des sphères avec lesquelles je dialogue dans mes performances, mes sculptures et mes installations. Ma pratique trouve son origine dans les gestes que j’observe et produis, issus du monde de l’artisanat, de la vie quotidienne, de la danse et du cirque. J’en tire des techniques, des réflexions théoriques et des sujets afin de questionner les notions de transmission, disparition et transformation des savoirs dans notre société. C’est en entrant en relation avec divers objets et matériaux, guidé par leurs fabrications et leurs capacités, que surgissent des images poétiques, des sensations et des instants qui interrogent nos manières de regarder et d’agir.
Au cœur de sa pratique, l’artiste s’attache à décortiquer les liens unissant le vivant à l’inerte, articulant sa réflexion autour de trois axes majeurs :
1. Le verre et le soi : une matière mémorielle
Le verre est pour Seunghee CHOI un solide qui conserve intrinsèquement la mémoire de son état liquide. Sa capacité à retrouver sa fluidité sous l’effet de la chaleur suggère que l’objet n’est jamais figé, mais engagé dans une mutation constante. À l’image du « soi » qui se façonne au gré du temps, le verre coule, se solidifie ou se brise. En se figeant à nouveau, il capture et révèle, par sa transparence, les traces cristallisées d’un instant éphémère.
2. L’extension du soi : possession et attachement
Son travail interroge également la transformation d’un objet industriel ordinaire en « objet d’affection ». En résonance avec la pensée de Hegel — pour qui la possession est une projection de la volonté dans la matière créant une « extension de l’ego » — l’artiste imprègne ses objets de son temps et de ses émotions. Une fois adopté, l’objet ne la quitte plus; il devient une parcelle de son propre être, étendue vers l’extérieur.
3. Métamorphose étrange : l’objet vivant
Enfin, l’objet, réceptacle de cette projection, acquiert une vitalité animiste et manifeste des formes humaines. Sous les mains de l’artiste, les anses s’allongent pour garder l’empreinte d’un geste, tandis que des attributs anthropomorphes surgissent pour capter les sons ou les parfums environnants. Cette étrange mutation abolit la frontière séparant l’inerte du vivant, faisant du verre le théâtre d’un dialogue entre ces deux mondes.
Mario Castellanos ist ein Künstler und Bildhauer, dessen Werk an der Schnittstelle von organischem und symbolischem Ausdruck liegt. Er untersucht die Spannungen zwischen Materie und Leere und entwickelt eine klare, eigenständige Bildsprache ausschließlich aus Metall. Dabei verbindet er handwerkliche Techniken mit industriellen Prozessen, um Werke zu schaffen, die innere Landschaften, fragmentierte Körper und traumartige Strukturen evoziieren. Im Verlauf seiner Karriere war Castellanos in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen präsent. 2015 nahm er am britisch-mexikanischen Kulturprogramm „Año Dual“ teil, und 2016 zeigte er eine Einzelausstellung in London mit Unterstützung der mexikanischen Botschaft. Seine Arbeiten wurden zudem in wichtigen Galerien und kulturellen Institutionen in Mexiko-Stadt und Oaxaca gezeigt, wodurch er sich als eine markante Stimme der zeitgenössischen Skulptur in Mexiko etablierte. Neben der Galerietätigkeit entwickelt Castellanos großformatige Installationen für Musik- und Kunstfestivals, die immersive Erlebnisse zwischen Skulptur, Rauminstallation und Performance schaffen. Seine Arbeiten verbinden visuelle Kunst, Klang und Körperlichkeit, wodurch der Betrachter in sensorische Erfahrungsräume eintaucht. Derzeit lebt und arbeitet Mario Castellanos in Oaxaca, Mexiko, wo er kontinuierlich neue Werke entwickelt, die Form, Materialität und Bedeutung hinterfragen und den Dialog zwischen Skulptur, Raum und sinnlicher Wahrnehmung erweitern.
R. Sebastian Schachinger is interested in life. Within his
work, he offers a philosophical gaze on concepts such as time,
work, object-hood and the social constructs associated with
them. Through large-scale installations, sculptures, sound, or
performances, he explores tensions between objects, personal
memories, the body, machines and the various mechanisms and
relationships they engage with each other. Schachinger views
performances, often arising unrehearsed and in its course spon-
taneously, as a practice to learn about the world through physical
experiences – his body as a ready-made and container.