Maria Magdalena Z’Graggen

4056 Basel

 

Dernière participation aux ateliers ouverts
2015

 

Techniques

  • Installation
  • Peinture
  • Sculpture

 

contact

Elsässerstrasse 248
4056 Basel

mail@mariamagdalenazgraggen.net
tél : 07 97 62 00 21
https://mariamagdalenazgraggen.net

 

Présentation

Kunstbulletin 4/2018 (Auszug) Isabel Zürcher  Im Eigensinn der Materie  Wenn Maria Magdalena Z’Graggen über Farbe spricht, geht’s nicht zuerst um Nuancen und nicht um Töne: Sie geht mit eigentlichen Charakteren um. Mattes und Glänzendes, das Hitzige, Anschmiegsame wie das Widerspenstige ihrer jeweiligen Natur bietet sie zum Zusammenspiel auf – genau das ist die Kunst ihrer Malerei. Auf dass auch nach Abschluss einer kaum korrigierbaren, umso konzentrierteren Bewegung die Vitalität einer Leinwand oder Holztafel nicht in ängstliche Starre übergeht. Wie unbekannte Gestirne schweben Kreisformationen auf monochromem Grund. Manche scheinen nach einer ungestümen Zentrifugalbewegung zum Stillstand gekommen. Dabei spannt sich ein Überschuss an Farbe zur homogenen Folie spannt oder bleibt wie ein gestrandeter Fisch schillernd liegen. Die neckische Kulinarik, die das Drehmoment um die Mitte organisiert wie um eine glasierte Kirsche, erinnert an ein früheres Kapitel in Z’Graggens malerischem Werdegang: In ihren «Friandises» (1998/99), kleinen Objekten in Öl auf Holz, hatte sie Malerei wie Amuses-Bouches als Augenschmaus offeriert. In unterschiedlichem Aggregatzustand variiert auf anderen Werken der senkrechte Fall schmaler Farbbänder: Kontraste, Rhythmen, Verschmelzung oder Abstossung. So sehr auch diese Malerei in ihrer vertikalen Organisation die Erinnerung an die Grossen, Abstrakten der amerikanischen Nachkriegszeit in sich birgt – abstrakt ist sie nicht. Und so sehr sie Assoziationen an Himmelskörper, Zielscheiben, vielleicht Arenen aufruft – das im engeren Sinn Figurative bleibt ihr fern. Malerei ist das unmittelbare, nahsichtige, immer wieder einmalige Auftreffen von Farbe auf Holz, Leinwand, auch auf Papier. Und es ist eine Technik, mit der Maria Magdalena Z’Graggen Phänomene der Welt auf ein sinnliches Konzentrat verdichtet. Im langjährigen Hin und Her zwischen Öl und Aquarell, zwischen Modellieren, Zusammenfassen und Verflüssigen insistiert ihr Schaffen auf einem schöpferischen Urzustand: Das Werden triumphiert über das Sein, und das Überraschende von Harmonie oder Dissonanz lehnt sich fröhlich gegen jede rigide Begrifflichkeit auf.

 

Parcours

Maria Magdalena Z’Graggen wuchs in Basel in einer binationalen Familie auf (I/CH) auf. 1992 bis 1996 besuchte Z’Graggen die Fachklasse für Malerei an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in bei Werner von Mutzenbecher und Monika Dillier. 1994 bis 1995 eröffnete ein Austauschjahr an der Cooper Union School of Art, New York (mit David Reed, Robert Breer und Hans Haacke) Bezüge zum amerikanischen Selbstverständnis des Mediums Bild. Es folgten Ausstellungen in Europa, Nord- und Südamerika sowie Südkorea. Ihre Malerei und Filme wurden international gezeigt, u.a. an der Academia de Bellas Artes San Alejandro, Havanna, Kuba; Anthology Film Archives, New York, USA; Edinburgh College of Art, UK; Kunsthalle Basel, Shedhalle Zürich, CH; Galerij S65, Aalst, BE; Galerien Anne Mosseri-Marlio, Gisèle Linder und Nicolas Krupp Contemporary, Basel, CH; Galerie Rolf Ricke, Cologne, DE; Galerien Brent Sikkema und Roger Smith, New York, USA. Ihre Werke finden sich in Schweizer Sammlungen, u.a. Schweizerische Nationalbank, Bank Julius Bär, Christoph Merian Stiftung, F. Hoffmann-La Roche, Sammlung Nationale Suisse, UBS Art Collection, Kanton Uri, Städte Baden und Zürich, Kunstkredit Baselland, Kunstkredit Basel-Stadt, DSV Kunstkontor, Stuttgart, DE; Anderson Museum of Contemporary Art, Roswell, New Mexico, USA. Maria Magdalena Z’Graggen wird von der Galerie Nicolas Krupp Contemporary Art vertreten.