Christian Schoch

Ich untersuche die Beziehung von Farbe zu Form und einer konventionalisierten oder individuellen Konnotation unter Einbezug grösstmöglicher Freiheit in der Ausgestaltung meiner Arbeit.  Dabei lässt sich deren Entwicklung in drei grössere Etappen gliedern. Den Ausbruch aus dem rechteckigen Bildformat, die Loslösung von der reinen Fläche hin zu Reliefs oder Objekten und schliesslich die Verwendung eines Vokabulars von Formen, welche aus der Bewegung beim Giessen entstehen. Dabei interessiert mich immer schon die Auslassung eines Hintergrunds. Da ich nicht figurativ arbeite, leite ich die Betrachter*Innen durch die Farbgebung und die räumliche Zusammenstellung der einzelnen Bildelemente in eine Situation, welche sie ermutigt, selbst eine Interpretation des Gesehenen zu bilden. Dabei ist mir die Essenz der Stimmung und der Atmosphäre wichtig, die eine Arbeit auslösen kann. Ich verwende daher immer stärker nicht eindeutig artikulierte Formen, welche mir die Möglichkeit geben, die Zuweisung des Erkennbaren in der Schwebe zu halten. Die Richtung der Entwicklung meiner Arbeit geht dabei in die „Schwerelosigkeit“ – als Zusammentreffen einzelner Bildelemente, die als Ganzes das assoziative Gedächtnis anregen. Die Ausgangslage für eine Arbeit formuliert sich dabei oft durch Gedankengänge, Wortbildungen oder Beschreibungen abstrakter Zusammenhänge – aber auch Bilder aus der Natur und dabei entstehende Konnotationen.  ich will also nicht eine nachvollziehbare Geschichte erzählen oder illustrieren, sondern eine Stimmung und einen Anreiz für Gedankengänge erzeugen – dabei bemerke ich eine Nähe meiner Arbeiten zu Psychogrammen, denn da keine bestimmte Richtung für eine assoziative Rezeption beabsichtigt ist, verstärkt sich der Ausdruck meiner eigenen Vorstellungen.

Monika Ruckstuhl

Landschaften und Interieurs. Räume ,die sich aufzulösen scheinen. und das Licht die Grenzen verwischt. Teils sind die Motive mehr zu erahnen als tatsächlich zu erkennen. Leerstellen die durch unsere Erinnerungen aufgefüllt werden können.

Marti Hansjörg

Konzept  Portes Ouvertes  2026:  Hee Alter…. mach doch mal auf Nachlassverwalter…   Hansjörg Marti, ein aus diversen Gründen in Vergessenheit geratener Künstler im jüngerem Rentneralter zeigt in einer «Salonhängung» Zeichnungen, Objekte, Dokumentationen und Ideenordner aus mehr als 40 Jahren Kunstarbeit.  Hee Alter ist ein Versuch, seine alten und neuen Werke irgendwie «nachlassverwalterisch» in den Griff zu bekommen oder mindestens zu ordnen und auszumisten. Die gezeigten und nicht gezeigten (sprich: eingelagerten Arbeiten) werden wahrscheinlich nach seinem Ableben definitiv der Entsorgung zugeführt.   Hee Alter thematisiert das Schicksal unbeachteter KünstlerInnen-Nachlässe und deren Endlösung «Veraschung in Kehrrichtverbrennungsanlagen» und appelliert erwartungslos an das Wohlwollen amtlicher und selbstberufener Nachlassverwalter.

Tracey Nordemann

Ich arbeite mit Ton auf Wasserbasis und fertige dann eine Form aus Silikon und Gips an, damit mein fertiges Werk entweder in Bronze, Gips oder Harz gegossen werden kann.

Joël Jan Gasser

Joël Jan Gasser bewegt sich zwischen Kunst und Szenografie. Er versteht Räume als erzählerische Kompositionen, in denen Atmosphäre, Emotion und Wahrnehmung zusammenfinden. Dieses räumliche Denken prägt auch seine künstlerische Arbeit. Geschichten werden zu Bildern, Bilder werden zu Räumen. Beides inspiriert sich gegenseitig und schafft eine eigene visuelle Sprache. In seiner Arbeit verdichtet Gasser Eindrücke des Alltags zu neuen Bildwelten. Auf Papier und Leinwand entstehen vielschichtige Kompositionen mit Acryl, Tinte, Ölwachskreide, Farbstift und Filzstift. Seine Werke erkunden das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt, zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit, zwischen Innen und Aussen. Sie laden ein, sich in ihnen zu verlieren und neue Perspektiven zu entdecken.

David Bregenzer

In seiner künstlerischen Praxis bedient sich David Bregenzer verschiedener Medien, Techniken und Formaten, oftmals an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst und Musik.
2018 riefen David Bregenzer, Samuel Rauber und Jonas Weber «Boyband CHIC» ins Leben – ein Kunstkollektiv, welches sich inhaltlich unter anderem mit den Mechanismen der Populärkultur und Popmusik auseinandersetzte und diese im Rahmen von Video-Performances hinterfragte. 2023 entwickelten David Bregenzer und Samuel Rauber die «Boyband CHIC» zum Kunstkollektiv
«Nostal Chic» weiter.
2024 erarbeitete Nostal Chic die multimediale Werkgruppe «Swiss Flex», die im September 2024 im Kunstraum «KOMMET» in Lyon (FR) als Einzelausstellung erstmals präsentiert wurde. Für dieses Ausstellungsprojekt wurde die videobasierte Arbeitsweise des Vorgänger-Kollektivs «Boyband CHIC» unter anderem mit freistehenden Plastiken und Reliefs erweitert. Losgelöst von
der Zweidimensionalität des Bildschirms wirft Nostal Chic einen humorvollen Blick auf den gestalterischen Umgang mit unserer simulierten Umwelt und auf unsere Suche nach Geborgenheit.
Seit 2012 experimentiert er mit Formen der Audiovisuellen Performance und hat zahlreiche Performances vor Publikum aufgeführt. Daneben beschäftigt er sich auch mit Malerei und Keramik.

Lucia Momu

Momu & No Es, Lucía Moreno (Basel, 1982) and Eva Noguera (Torelló 1979), both graduated from the Painting Department of the Faculty of Fine Arts at University of Barcelona, later completed they MFA at DAI (The Dutch Art Institute) in The Netherlands.