Elsbeth Gyger

In meiner künstlerischen Praxis setze ich mich mit der Ästhetik der reduzierten Form in den Farben Schwarz und Weiss auseinander. Die Formen dieser Bildsprache leiten sich oft von der Natur ab. In meinen neusten Arbeiten entstehen serielle, organische schwarze Flächen auf weissem Grund. Anschliessend wird das Papier gefaltet, wodurch klare Linien entstehen, die einen Kontrast zur weichen Grundform bilden. Durch die Faltung verwandelt sich das Papier in räumliche Flächen, in denen sich der Lichtwechsel in unterschiedlichen Abstufungen auf den schwarzen Flächen spiegelt.

Gaby Fust

Als ausgebildete Tänzerin, Tanzlehrerin und Choreografin folgte Gaby Fust ihrer zweiten Passion der bildenden Kunst. Sie lebt in Basel und ist Teil der «Hafenateliers Birsfelden». Diese befinden sich an der Rührbergstr. 21 in Birsfelden. Ihr Atelier mit der Nr. 247 befindet sich im 2. Stock.  Vom Tanz zur Materie: Ihr Hintergrund im Tanz prägt ihren künstlerischen Prozess massgeblich. Sie arbeitet vorwiegend mit alltäglichen Materialien wie Karton, dabei entstehen skulpturale Objekte die meist Malerei und Zeichnung beinhalten.   Die Kombination aus gemalten Oberflächen (Gouache/Acryl) auf robustem Karton erzeugt einen spannenden Kontrast zwischen Fragilität und Stabilität.   Vom Tanz zur Form: Der künstlerische Prozess zeigt Parallelen zum Tanz.  Der Körper im Raum, Emotionen und Präsenz.

Tatjana Erpen

Tatjana Erpen ist bildende Künstlerin und arbeitet mit den Medien Video, Druck und Animation. Ihre künstlerische Praxis basiert auf der Recherche und Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse und weitreichenden, meist ökonomischen Zusammenhängen.

Kapitalistische Strukturen und bestehende Systeme befragt sie durch unkonventionelle Objekte, deren Erscheinungsbild und Verwendung. Als greifbares Trägermaterial bilden Objekte lokale Archive, sie erzählen vom Willen zu Schaffen und vom Potenzial zum Handeln.

 

Tatjana Erpen verknüpft verschiedene Mikrogeschichten, hinterfragt Machtverhältnisse und schafft Raum für vielfältige Perspektiven.
Zugänge zu Themenfeldern wie Selbstermächtigung, Konsum oder Privilegien schafft sie in raumgreifenden Installationen.
Sie hinterfragt die Gewissheiten der Gegenwart und erweitert die Wahrnehmung durch Nebengeschichten, Möglichkeitsräume und alternative Strategien.

Christine Dürr

Christine Dürr
Hafenateliers Birsfelden 248

Text über das Werk

Was ich tue, nenne ich bilderbilden.

Zum grössten Teil besteht mein Werk aus Arbeiten auf Papier.
Die Papiere haben selten mehr als ein-, oder zwei m2 Fläche.
Meine Farben sind selbst hergestellt, so habe ich
sie im Griff, aber umso mehr Freiheiten kann ich der Farbe
auf dem Papier geben.

Es ist nicht zu wissen, wie ein Bild dann aussehen wird.
Das erfahre ich dann während der Arbeit.
Und Linien sind eine brauchbare Art zu denken,
ich verwende sie gerne.
Ich stelle mir Regeln auf und ich bleibe restriktiv
mit meiner Imagination und Vorwegnahme.

Was daraus wird, ist ‚VORgegenständlich‘.
Ich gelange an den Ort, wo das Entstehen zwischen mir
und auch im Bild geschieht. Das kann man sehen,
und vermutlich können das auch andere erkennen,
das zu zeigen, ist sehr interessant.

Ruth Berger

Seit mehr als dreissig Jahren bin ich vom Leben und Sterben der Pflanzen fasziniert.
Die Pflanze als Sinnbild des Lebens. Werden-Sein-Vergehen sind in ihr direkt und
unmissverständlich in kurzen Zeiträumen ablesbar.
Dabei geht es mir darum, mich dem Geheimnisvollen, dem Wesenhaften
der Pflanze ganzheitlich anzunähern.
Dazu sind mir Aquarell, Zeichnung, Photo als Medien sehr vertraut und wichtig,
um auf immer wieder neue Art mich überraschen zu lassen und weiter zu forschen.

Laurence Felber

In my work, I pursue the straightforward as well as the glamorous, creating small stages for the humour and poetry that reside in certain situations and objects. Educated as a trapeze artist and graphic designer, I work equally backstage and onstage, searching for the performative moment within a book as well as the visual composition in a stage performance. Making the seemingly impossible visible as a possibility and thus creating a moment of surprise is, so to speak, the motor in my work.  Happy to share a selection of projects in Circus, Graphic Design and Voice via the links above. Feel free to look through – if you wish to see, listen to or read more project details, get in touch.

Nora Vest

Nora Vest verfolgt seit vielen Jahren eine künstlerische Praxis, die sich jenseits klarer Gattungsgrenzen bewegt. Ihr Werk umfasst Skulpturen, Fotografien, Malereien, Textilarbeiten und Installationen – Ausdruck einer Haltung, die Offenheit und Wandel zum Prinzip erhebt. Jedes Medium wird zur Möglichkeit, Wahrnehmung in Bewegung zu bringen, Übergänge zu betonen, statt Grenzen zu ziehen. In ihren Fotografien sucht Vest nach einem Gleichgewicht zwischen Realität und Auflösung, zwischen dem, was sichtbar ist, und dem, was sich entzieht. Durch digitale Bearbeitung, Überlagerungen und Farbakzente entstehen vieldeutige Bilder, die an Schwellenmomenten operieren – dort, wo das Bekannte ins Ungewisse gleitet. Diese visuelle Ambivalenz spiegelt eine innere Haltung: Kunst als Raum des Dazwischen, als Erfahrung des Fliessens. Das Wasser ist für Nora Vest nicht nur Thema, sondern Denkfigur. In ihren ortsbezogenen Installationen – oft im oder auf dem Wasser – begegnet man dem Element als Spiegel, Oberfläche, Grenze und Durchlässigkeit zugleich. Wasser steht hier für Veränderung, für das stetige Werden und Vergehen, das auch das menschliche Leben bestimmt. In den Reflexionen des Lichts, im Schimmern der Bewegung und in der Stille des Flusses entfaltet sich eine leise poetische Kraft. Vests Arbeiten widersetzen sich einer eindeutigen Lesart. Sie verbinden ästhetisches Erleben mit einer sensiblen Aufmerksamkeit für Natur und Umwelt, ohne belehrend oder programmatisch zu wirken. Stattdessen öffnen sie Räume der Wahrnehmung, laden zur Langsamkeit, Achtsamkeit und Freude ein. In dieser Haltung liegt eine subtile Form von Widerstand – gegen Beschleunigung, Setzungen, gegen das Vergessen der Sinne. Nora Vest schafft Bilder und Räume, die uns das Sehen selbst zurückgeben: beweglich, durchlässig, lebendig.

Daniel Schoch

Meine Bilder krachen zwischen Stuhl und Bank zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Das birgt eine gewisse gewisses Risiko. Mein momentanes Interesse an den Ikonen der Jetztzeit tut dies ebenso.