Jr. Jandir

Amador e Jr. Segurança Patrimonial Ltda. [Amador and Jr. Patrimonial Security Ltd.], performative proposals developed by Antonio Gonzaga Amador and Jandir Jr., carried out in art institutions by the artists themselves dressed in security uniforms. The central problems arise from the relation between institutions like these and the people who work in their safeguards on a daily basis.

Stephanie Creaghan

Stephanie E. Creaghan is a video artist and filmmaker who makes work about how violence presents itself in communication. Their first solo exhibition in New York, ‘That Guy,’ took place in Fall 2025 at D.D.D.D. They have exhibited and performed in Montreal, Quebec City, Toronto, Chicago, New York, Los Angeles, Paris, Singapore, and Prague, and completed international residencies in Paris, France, Stolpe/Oder, Germany, New York, USA, and Wexford, Ireland, as well as at the Centre for Expanded Poetics in Montreal. Their work is in the Vtape collection, and they were commissioned to do a temporary public sculpture by the City of Outremont in 2022.

Sibylle Laubscher

“We need art that shows us beauty, taking us by the hand like a friend.”

 

Sibylle Laubscher (CH/UK, *1971) is a painter and printmaker playing with light, form and movement from her studio in Switzerland, near Basel. She believes in the power of dreams and enchantments, feeling called to create new worlds containing wonder, joy and purpose. Worlds allowing the viewer to dream, offering hope in a time of crisis. 

Her work seeks to uncover the numinous and reveal beauty.  She believes in creating art that feels alive – inviting the viewer into a relationship, like an intimate conversation with a friend. Through her fascination with colour as light, form as space, movement as expression, and the spirit of play, her poetic-expressionist style opens a dialogue with anyone who engages with her work. 

 

Sibylle believes in the connection of reading, drawing and painting. She approaches her art as a means of self-expression, often finding refuge in the act of creation. Since studying textile design, her love of printmaking has reignited. She is convinced of the power of the handmade: “art is made by people for people”, she insists.  She believes art is vital to our wellbeing – a necessary form of human expression, and a life-sustaining force.   

 

Nature and practice of drawing are central to her artistic exploration, alongside a deep engagement with art philosophy, myth and fairy tale. Exploring themes such as womanhood and the environment, her work exudes an open and atmospheric quality.

Nicole Schmölzer

Nicole Schmölzer 

Meine Arbeitsweise mit Tusche und Ölfarbe auf Leinwand drückt sich durch einen organisch-natürlichen Prozess aus. Im Atelier wachsen meine Bilder mittels vieler Schichten, die durch das Fliessens und Eintrocknens von Farbe im Dialog mit meinen Eingriffen entstehen. Ich setze beispielsweise mit (stark verdünnter) flüssiger Farbe eine erste Fläche, die ich während ihrer langen Trocknungszeit weiterhin bewegen und modulieren kann. Über die nächsten Schritte und Schichten entstehen durch eine wässrige Tuscheschicht feine, organische Formen oder Linienstrukturen, die sich mit feingliedrigen Farbflächen abwechseln. Im Dialog mit dem jeweils Entstandenem und den weiteren Schichten entwickle ich Bildkompositionen, die von luftig-leicht bis kompakt-dicht variieren können.

Das vermeintlich Sichtbare und die derart definierte gegenständliche Welt scheinen mir vielseitig „trügerisch“: nicht nur verändert sich das Sichtbare des uns Umgebenden zyklisch und evolutionär, es ist auch unserer jeweils eigenen Wahrnehmung zu verdanken, dass sie uns unterschiedliche Aspekte des Sichtbaren eröffnet. Wir bewegen uns in Realitäten, die zuvor keine waren und bald überholt sein werden, dem sichtbar Gewohnten unterlegen, oft, ohne uns dem Unerschlossenen, gar Unerschliessbarem hinzugeben. Es ist die Vorstellungswelt, die uns prägt. Ich benutze die malerischen Mittel – Farbe, Farbträger, Farbmedium, Materialität und Werkzeug –, das Handfeste, mit welchen ich in das erst noch zu Entstehende vorstossen kann.

Malerei führt mich in diese Richtung des noch-zu-Entstehendem, wenn ich das Unfassbare – jedoch Reelle – verfolge, einfange und forme: eine Vielschichtigkeit von Sensibilitäten und Wahrnehmungen, die ihre eigene Präsenz einfordert, Gelegenheit für Wechselwirkungen schafft und auf etwas hindeutet, das ausserhalb eines bestimmbaren Ortes und einer definierbaren Zeit liegt.

Ich bin mit der Malerei auf der Suche nach einer Annäherung an dieses nicht unbedingt sichtbar Reelle und an dessen Darstellungsmöglichkeiten. Ich bin den Beweggründen der Abstraktion auf die Spur gegangen, und dem inneren Antrieb, einem Lebensrhythmus, einer Bewegung, einer Energie gefolgt, welche den Gezeiten und dem menschlichen Werden unterliegen. Dies in Malerei zu übertragen, das Fliessen darzustellen und auch zu verkörpern, die sanfte Bewegung der Veränderlichkeit festzuhalten, den Blick einzupendeln auf ein Dazwischen wird für mich als Malerin aber auch als Beobachterin zum Bildinhalt.

Petra Keinhorst

Petra Keinhorst works in site-specific installations, sculptures, and drawings. Her three-dimensional work largely comprises of hard paraffin wax sculpture projects. She melted a first public sculpture in 1999 and has been re-using the material since, re-melting it again and again. Through carving, forming or casting, work and material constantly transform anew. 

Living in South Africa for many years has influenced her motives – moving toward works that look at the social and environmental impact of our activities on this planet. The beauty of the hard paraffin wax that at times becomes partially translucent is alluring, despite confronting us with what we don’t like to see. Her two dimensional works seem similarly beautiful and fragile at first, until one realizes their meaning. 

 

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Petra Keinhorst arbeitet in raumbezogenen Installationen, Skulpturen und Zeichnungen. Seit vielen Jahren meist mit immer demselben Material Hartparaffin. Eine erste öffentliche, grosse Skulptur hat sie damals wieder eingeschmolzen – seither sind daraus über Neuguss und Wiedereinschmelzung viele neue Werke entstanden. 

Die Arbeiten entstehen klassisch bildhauerisch gehauen und geschnitzt aus zuvor gegossenen Blöcken, oder frei getaucht und geformt, oder auch abgeformt im Negativguss.

Die entstandenen Skulpturen erleuchten im sonnigen Gegenlicht halb transparent, mit einer harten und oft glänzenden Oberfläche. Die Konturen erscheinen weicher als sie tatsächlich sind und scheinen sich im Licht visuell teils aufzulösen.

Die Werke entziehen sich uns damit, obschon wir uns haptisch über das Material so angezogen fühlen. Sie erzeugen in Räumen eine atmosphärische Stimmung, die selbst im Aussenraum platzierte Objekte noch ausstrahlen.

Die Künstlerin lebte ein Jahrzehnt lang in Südafrika. Die Thematik ihrer Arbeiten hat sich, davon beeinflusst, verändert und seither entstandene Werke sind oft mehrteilige Installationen welche die Auswirkung unserer Aktivitäten auf diesem Planeten thematisieren. Während frühere Arbeiten oft eine bestimmte melancholische oder atmosphärische Stimmung intendierten, zeigen neuere Arbeiten eine formelle Brüchigkeit welche auf die Problematik unserer Zeit teils symbolisch oder konkret hinweist.

 

Der Prozess des Wiedereinschmelzens und Neubearbeiten des Materials ist dabei eine kontinuierliche Verwandlung von ephemerer Qualität.

Sofia Durrieu

Jusqu’à présent, je conçois mon travail comme un questionnement, une manière d’agir sans certitudes. Ma pratique explore, au sein des objets, discours, constructions, normes et codes du paradigme fonctionnel contemporain, où peut émerger une rupture, dans une tentative de libérer la présence humaine de son conditionnement à l’efficacité. Sculptures et performances – envisagées comme un continuum – sont des situations de dialogue. Elles prennent souvent la forme de systèmes hautement régulés, tout en suggérant subrepticement incertitude et ouverture. Objets, systèmes et catégories du quotidien sont extraits des contextes qui leur confèrent sens et utilisés à des fins incertaines : des actions familières mènent à des résultats inattendus, où la logique binaire des contraires est mise à mal. Les visiteurs sont souvent invités à s’engager attentivement avec l’œuvre. De cette rencontre naît une transformation mutuelle. En expérimentant directement l’étroitesse de la structure imposée, le visiteur peut actualiser la responsabilité qu’il exerce à son égard. Le corps en situation se révèle alors comme un champ des possibles où se manifestent les mécanismes acquis de la perception, et comme la source de leur possible désarticulation. Inséparable de l’intuition, des émotions et de l’intellect, elle abandonne son rôle d’instrument rationnel pour devenir une présence, créant un espace de resensibilisation et d’empathie. Le comportement opérationnel et la notion de fonctionnalité peuvent alors être resignifiés : l’univocité du sens et l’ordre acquis figurent parmi les constructions possibles de la réalité. Concret et spirituel, sacré et quotidien, efficacité et sensibilité, soi et non-soi sont à la fois distincts et identiques. C’est là que se révèle la structure au-delà de sa conception fixe et monolithique, ouverte dans sa résonance vitale, tendre, dynamique, polyvalente, versatile, mutante, poétique.

Till Langschied

Till Langschied ist ein bildender Künstler, Autor und GIF-Enthusiast. Seine künstlerische Praxis konzentriert sich auf den Zusammenbruch von Signifikatensystemen in einem von Technologie und Netzwerken geprägten Zeitalter.

In seiner interessiert er sich dafür, wie unsere meist digitalisierte Realität Spuren am menschlichen Körper und Bewusstsein hinterlässt. Wie kann unsere Psyche mit dem übersättigten Moment eines sich ständig erweiternden “now” umgehen? Irgendwo zwischen der attention economy und den self-care Apps geschieht etwas mit unserer Spezies, und Till versucht, dieses Gefühl der Entfremdung von der Realität nachzuzeichnen in unserer Zeit, in der alles hypervernetzt ist.

Neben bildnerischen Arbeit beschäftigt sich Till mit Text. Er gründete 2023 das queere Schreibkollektiv Q.U.I.C.H.E., das jüngst den Recherchebeitrag Basel-Stadt gewann.

Er wurde 2020 zur Lago Mio Residency in Lugano eingeladen und erhielt 2021 einen Residenzaufenthalt von Pro Helvetia Shanghai und von der Fundaziun Nairs. Im Jahr 2024 war er für eine Residency mit Radio28 in Mexiko-Stadt und wurde für 2025 mit dem Atelier Mondial Stipendium für die Cité internationale des Arts in Paris ausgezeichnet.

Matt Stenberg

I’m interested in how we connect—with each other, with ourselves, and with the world around us. My work comes from a place of curiosity and reflection. I pull from literature, philosophy, psychology, and the visual noise of mass media and pop culture—not to make statements, but to ask questions.  After years working in graphic design, I started to feel the need to make something more personal. Something slower, more human. That’s when I began building a multidisciplinary practice, letting painting, drawing, and visual language become ways to explore communication, empathy, and what it means to live with both joy and uncertainty.  There’s often a mix of optimism and anxiety in my work. Power and vulnerability. Stillness and movement. I try to use as little as possible—just enough to hold a feeling or a thought. I’m drawn to simplicity not because it’s easy, but because it leaves space—for interpretation, for emotion, for breath.  At the core of it all, I’m trying to create moments where people can pause. Even briefly. And maybe feel a little less alone.

Benjamin Richli

In meiner künstlerischen Praxis beschäftige ich mich gerne mit verschiedenen Themen, wobei der Mensch stets im Zentrum meiner Auseinandersetzung steht. Eine klare Einordnung meiner Arbeiten ist für mich herausfordernd, da sie sowohl Elemente der gegenständlichen Malerei als auch abstrakte Darstellungen integriert. Diese Bewegung zwischen den Polen der Figuration und Abstraktion ist für mich von großer Bedeutung und stellt einen essentiellen Akt meiner künstlerischen Praxis dar. Ein weiteres charakteristisches Merkmal meiner Arbeit ist der kreative Einsatz eines vielfältigen Materialmixes. Experimentieren mit verschiedensten Oberflächen, die als Malgründe dienen, ist ein zentraler Bestandteil meines Schaffens. Ich arbeite mit Materialien wie Zeitungen, Verpackungen, Karton, Etiketten und Plastiksäcken, um imaginäre Räume zu erschaffen. Diese Materialien werden durch unterschiedliche Maltechniken verändert und erhalten so neue Ausdrucksformen. In meinen letzten Werkserien sind großformatige Bilder entstanden, die durch breite Pinselstriche, insbesondere mit Tusche und Hake-Pinseln, gekennzeichnet sind. Diese Striche treten in einen inneren Dialog; sie ergänzen sich, stoßen sich ab und verstärken einander. Das Spiel mit diesen breiten Linien empfinde ich als eine freudvolle und meditative Form des kreativen Schaffens. Inspiriert von meinen wiederholten Begegnungen mit Hirschkäfern habe ich eine Serie kreiert, in der diese Tiere in verschiedenen Posen in surrealen Landschaften dargestellt werden. Mein Anliegen ist es, verborgene Aspekte sichtbar zu machen und den Betrachtern eine neue, möglicherweise ungewohnte Perspektive zu bieten. Dadurch möchte ich unterschiedliche Interpretationsansätze der Bilder anregen und das Erlebnis der Betrachtung bereichern.