Janik Bürgin

„Zwischen Fotografie und Malerei arbeite ich nicht auf eine eindeutige Zuordnung hin, sondern auf eine bewusste Verschiebung. Mich interessieren jene Zwischenräume, in denen ein Bild seine klare Identität verliert und beginnt, zwischen den Medien zu oszillieren. Fotografie wird dabei nicht als Dokument verstanden, sondern als Material – formbar, offen, transformierbar. Im Erkunden fotografischer Möglichkeiten suche ich nach dem Malerischen im Fotografischen. Bekanntes, Vorgefundenes oder scheinbar Festgelegtes löse ich auf, zerlege es in Licht, Fläche und Struktur und überführe es in einen neuen Zustand. Der fotografische Ursprung bleibt spürbar, doch er entzieht sich der Eindeutigkeit. Ich möchte nicht informieren, sondern involvieren. Meine Arbeiten verstehen sich als Einladung zur Wahrnehmung – als visuelle Räume, in denen Sehen zu einer inneren Bewegung wird. In diesem Prozess entsteht Bedeutung nicht durch Abbildung, sondern durch Erfahrung.“

Nadine Bitterli

Nadine Bitterli arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Gestaltung und Handwerk. Ihre Praxis ist prozessorientiert und materialbezogen. Ausgangspunkt sind häufig einfache Handlungen wie Zeichnen, Ordnen, Wiederholen oder Spinnen. Aus diesen elementaren Gesten entwickeln sich Arbeiten,  die sich mit Zeit, Rhythmus und Verdichtung auseinandersetzen.  Geprägt durch ihren Hintergrund in visueller Gestaltung bringt sie ein ausgeprägtes Bewusstsein  für Struktur, Komposition und Form in ihre künstlerische Arbeit ein. Diese formale Klarheit wird jedoch bewusst geöffnet: Kontrollierte Systeme treffen auf intuitive, körperliche Prozesse. Es entstehen Spannungsfelder zwischen Ordnung und Auflösung, zwischen Planung und Zufall.  In den letzten Jahren hat sie verstärkt handwerkliche Techniken in ihre Praxis integriert. Das Arbeiten mit Fasern, Fäden und textilen Prozessen erweitert ihre Auseinandersetzung mit Linie und Struktur  in den Raum. Der Faden wird zur dreidimensionalen Zeichnung, Material zur Spur von Zeit. Auch Papier, serielle Anordnungen und fragmentarische Formate sind wiederkehrende Elemente ihrer Arbeit.  Zentral ist nicht das perfekte Resultat, sondern der sichtbare Prozess. Wiederholung erzeugt Rhythmus, kleine Verschiebungen erzeugen Bedeutung. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Zeichnung,  Objekt und installativen Setzungen und laden dazu ein, genau hinzusehen: auf Übergänge, Verdichtungen und leise Veränderungen.  Ihre künstlerische Praxis versteht sich als forschend. Sie untersucht, wie Form entsteht – nicht als festgelegtes Ziel, sondern als Ergebnis von Aufmerksamkeit, Handlung und Dauer.

Daniela Beck

Daniela Beck ist bildende Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Basel. Ihre Bildsuche geht oft über die Bewegung und den gelenkten Zufall. Materialexperimente bewegen sich zwischen Zeichnung und Malerei. Mit ihren Assemblagen aus Textilem erörtert sie innere und äussere Räume. Der Körper bildet den Ausgangspunkt.

Ruth Berger

Seit mehr als dreissig Jahren bin ich vom Leben und Sterben der Pflanzen fasziniert.
Die Pflanze als Sinnbild des Lebens. Werden-Sein-Vergehen sind in ihr direkt und
unmissverständlich in kurzen Zeiträumen ablesbar.
Dabei geht es mir darum, mich dem Geheimnisvollen, dem Wesenhaften
der Pflanze ganzheitlich anzunähern.
Dazu sind mir Aquarell, Zeichnung, Photo als Medien sehr vertraut und wichtig,
um auf immer wieder neue Art mich überraschen zu lassen und weiter zu forschen.

David Bregenzer

In seiner künstlerischen Praxis bedient sich David Bregenzer verschiedener Medien, Techniken und Formaten, oftmals an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst und Musik.
2018 riefen David Bregenzer, Samuel Rauber und Jonas Weber «Boyband CHIC» ins Leben – ein Kunstkollektiv, welches sich inhaltlich unter anderem mit den Mechanismen der Populärkultur und Popmusik auseinandersetzte und diese im Rahmen von Video-Performances hinterfragte. 2023 entwickelten David Bregenzer und Samuel Rauber die «Boyband CHIC» zum Kunstkollektiv
«Nostal Chic» weiter.
2024 erarbeitete Nostal Chic die multimediale Werkgruppe «Swiss Flex», die im September 2024 im Kunstraum «KOMMET» in Lyon (FR) als Einzelausstellung erstmals präsentiert wurde. Für dieses Ausstellungsprojekt wurde die videobasierte Arbeitsweise des Vorgänger-Kollektivs «Boyband CHIC» unter anderem mit freistehenden Plastiken und Reliefs erweitert. Losgelöst von
der Zweidimensionalität des Bildschirms wirft Nostal Chic einen humorvollen Blick auf den gestalterischen Umgang mit unserer simulierten Umwelt und auf unsere Suche nach Geborgenheit.
Seit 2012 experimentiert er mit Formen der Audiovisuellen Performance und hat zahlreiche Performances vor Publikum aufgeführt. Daneben beschäftigt er sich auch mit Malerei und Keramik.

Daniel Brefin

Daniel Brefin erforscht Umwege, Hindernisse und Klänge. Travail avec vidéo, texte, audio, photographie. Spaziergänge et Dokumentarfilme.

Ruth Buck

What and how can connectedness and affection for the natural world make a difference? Ruth Buck seeks out new branching paths on cutting-edge topics. The body (embodiment) is an elementary part of artistic processes and field research.  With a variety of actions, gestures and approaches, she creates immersive art experiences from different perspectives, media and materials. This allows the audience to discover empathy for diverse topics. It is essential to create situations that can open up sensitivity.

Anna Maria Balint

Mein Atelier befindet sich im Atelierhaus Klingental in Basel. Das Gebäude, eine ehemalige Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert, war ursprünglich ein Nonnenkloster. Die Geschichte des Ortes ist bis heute spürbar und prägt die besondere Atmosphäre des Hauses.

Mein Atelier liegt im dritten Stockwerk, vorne im Kirchenschiff im ehemaligen Chorteil. Der Raum ist rundum von Fenstern umgeben und von viel Tageslicht durchflutet. Die präsente gotische Architektur mit ihren hohen Proportionen schafft ein besonderes Zusammenspiel von Geschichte und Gegenwart – einen Resonanzraum für meine Arbeit.

Ich habe das Atelier in verschiedene Arbeitsbereiche gegliedert – eine Nähecke, einen Aquarell- und Zeichnungstisch sowie einen Tisch für die Entwicklung neuer Ideen. Da ich mit unterschiedlichen Materialien und Medien arbeite, ermöglicht mir diese Struktur ein flexibles und prozessorientiertes Arbeiten.

Didde Bourp Larsen

Didde Bo (b. 1997) is a multidisciplinary artist, born on the west coast in Denmark, working at the intersection of performance and speculative technology. They are currently pursuing their MFA at the Institute Art Gender Nature, Basel Academy of Art and Design FHNW.

Their recent research explores singing as a resonant extension of the body – an energetic act that opens cyclic time through the vibrational impact of sound waves. These acts can be archived by drawing, both physically and digitally. Their performances are relational and unfold in caring interactions between mythical entities from a wounded womb. They sing both to destroy and regenerate.

In addition they work in collaborative projects such as SWITCH collective and Collective Heartbreak.