Madeleine Ashie-LEroy

Ich arbeite an der Schnittstelle von Körper, Ornament und Macht. Meine Arbeiten bewegen sich zwischen Skulptur, Installation und Objekt. Sie entstehen aus einem Interesse an Form als Träger von Begehren, Projektion und Ordnung. Der Barock ist dabei ein wichtiger Bezugspunkt. Nicht als Stilzitat, sondern als Haltung: Übermaß, Verdrehung, Glanz, Oberfläche, theatralische Geste. Mich interessiert das Ornamentale ebenso wie das Bedrohliche. Viele meiner Formen oszillieren zwischen Waffe und Fetisch, zwischen Schutzobjekt und Angriffsfläche, zwischen Fantastik und Funktion. Sie können glänzen, locken, abweisen. Sie bleiben ambivalent. Ich arbeite mit Materialien wie Gummi, Keramik, Textilien oder beschichteten Oberflächen. Diese Stoffe besitzen eine körperliche Qualität. Sie erinnern an Haut, Membran oder Panzer. Sie sind weich und widerständig zugleich. In dieser Materialität liegt eine Spannung zwischen Intimität und Rüstung, zwischen Verletzlichkeit und Inszenierung. Ein wiederkehrendes Motiv ist das Phallische. Nicht als Symbol männlicher Potenz, sondern als kulturell stark codierte Form, die Macht, Ordnung und Richtung behauptet. Auffällig ist, dass es für dieses Zeichen kein sprachlich gleichwertiges weibliches Pendant gibt. Diese Asymmetrie interessiert mich. Meine Arbeiten reagieren darauf nicht mit Illustration, sondern mit Verschiebung. Formen kippen, verlieren ihre Eindeutigkeit, werden Ornament, Wucherung, Fragment oder Hülle. Mich reizt der Moment, in dem ein Objekt nicht mehr klar benennbar ist. Wenn es zwischen Fantasie und Funktion schwebt, zwischen Attraktion und Gefahr. In diesem Zwischenraum entstehen meine Arbeiten. Sie behaupten nichts, sie verführen, irritieren oder widersprechen. Bedeutung bleibt beweglich. Ich verstehe meine Praxis als formale und materielle Auseinandersetzung mit Machtstrukturen, die sich im Körperlichen einschreiben. Skulptur wird dabei zu einem Ort, an dem Glanz und Gewalt, Begehren und Abwehr gleichzeitig sichtbar werden können.

Benjamin Richli

In meiner künstlerischen Praxis beschäftige ich mich gerne mit verschiedenen Themen, wobei der Mensch stets im Zentrum meiner Auseinandersetzung steht. Eine klare Einordnung meiner Arbeiten ist für mich herausfordernd, da sie sowohl Elemente der gegenständlichen Malerei als auch abstrakte Darstellungen integriert. Diese Bewegung zwischen den Polen der Figuration und Abstraktion ist für mich von großer Bedeutung und stellt einen essentiellen Akt meiner künstlerischen Praxis dar. Ein weiteres charakteristisches Merkmal meiner Arbeit ist der kreative Einsatz eines vielfältigen Materialmixes. Experimentieren mit verschiedensten Oberflächen, die als Malgründe dienen, ist ein zentraler Bestandteil meines Schaffens. Ich arbeite mit Materialien wie Zeitungen, Verpackungen, Karton, Etiketten und Plastiksäcken, um imaginäre Räume zu erschaffen. Diese Materialien werden durch unterschiedliche Maltechniken verändert und erhalten so neue Ausdrucksformen. In meinen letzten Werkserien sind großformatige Bilder entstanden, die durch breite Pinselstriche, insbesondere mit Tusche und Hake-Pinseln, gekennzeichnet sind. Diese Striche treten in einen inneren Dialog; sie ergänzen sich, stoßen sich ab und verstärken einander. Das Spiel mit diesen breiten Linien empfinde ich als eine freudvolle und meditative Form des kreativen Schaffens. Inspiriert von meinen wiederholten Begegnungen mit Hirschkäfern habe ich eine Serie kreiert, in der diese Tiere in verschiedenen Posen in surrealen Landschaften dargestellt werden. Mein Anliegen ist es, verborgene Aspekte sichtbar zu machen und den Betrachtern eine neue, möglicherweise ungewohnte Perspektive zu bieten. Dadurch möchte ich unterschiedliche Interpretationsansätze der Bilder anregen und das Erlebnis der Betrachtung bereichern.

Hilde Hagmann-Brummer

Die Inspiration für mein Schaffen sind der Mensch und die Natur. Und ebenso die bewusste Wahrnehmung der Schönheit von Landschaften und Architektur.   In meiner Arbeit liebe ich das zeichnerisch-malerische, der reflexive oder auch spielerisch experimentelle Umgang mit Material, Motiven und Raumsituationen.  Zitat: «In den Bildern treibt Hilde Hagmann ein Spiel in vielerlei Hinsicht: Mit den Erwartungen und Einordnungen der Betrachterin oder des Betrachters, mit vielen Facetten von Illusion und Reflexion, mit der Spannung zwischen Vorstellungswelt und realem Raum».

Daniel Felber

Daniel Felber            Malerei             Februar 2026

 

Meine Malerei zeigt Abstraktes mit Erinnerungen an Landschaftliches oder Gegenständliches.

 Sie verwendet ruhigere bis turbulentere Gestik, verschieden strukturierte Flächen, oft gemalt mit 1- bis 3- Meter langen Pinseln, die Kontrolle nicht ganz zulassen.So öffnet sich mir der staunende Blick auf die vor mir entstehenden Bildwelten.

Psychologisches oder Spirituelles ist oft thematischer Ausgangspunkt, welchen ich zu einer Farbvision und daraus zu sich entwickelnden Kompositionen verdichte. Dabei bitte ich  Energien, die verbunden sind mit mir, mich zu unterstützen beim Malen. Als Maler fühle ich mich auch als Teil des Gemalten, flüssig wie die mit Pinsel gemalten Formen.

Meine Malerei bewegt sich zwischen Chaos und Ordnung. Frühere Malstile loteten geometrische Bildeinteilung und tonal abgestimmte Farbkombinationen aus, sowie figurative Tanzszenen.

Die Bilder sind oft in Eitempera, Acryl, bis 2024 auch in Oel ausgeführt und haben zuweilen Collage-Elemente.

Laurent Kling

Au fil des années, j’ai développé une typologie, un catalogue des choses et du monde ; j’ai dessiné un grand nombre d’objets, de la faune, de la flore, en y apportant à chaque fois un regard particulier qui tient de la drôlerie et de la désinvolture. Au fond, le dessin compte moins que le regard ; c’est une prise de notes d’un état d’esprit poétique, la poésie des choses, en saisissant l’essence humoristique.  Mes collages tiennent du dessin et du travail de l’entomologiste : je récupère des éléments dans une masse de journaux anciens, avec petites pinces et ciseaux, que je colle pour en faire de petits poèmes graphiques, des rébus absurdes, dans lesquels le trait se fait discret tout en restant vif.

Nadège Baumann

Oscillant entre le papier et la céramique, le figuratif et l’abstraction, le travail de Nadège prend la forme d’éditions, de tasses ou encore de petits collages carrés. Diplômée de l’École Supérieure d’Art d’Épinal en 2022, elle s’installe à Strasbourg en tant que plasticienne et auteure. Fin 2024, elle pose ses kilos de papiers découpés dans le grand espace collectif de la Maison Rose. Elle s’y bricole un petit atelier pour y développer sa pratique d’artiste. À la recherche d’une poésie de la vie, ses créations joyeuses visent à apporter de petits éclats de douceur dans le quotidien. En côtoyant son travail, vous déambulerez dans un jardin habité et observerez une nuit étoilée. Vous risquez de croiser deux-trois animaux, quelques absurdités et surtout une magie colorée. 

Marie Mirgaine

Marie Mirgaine, diplômée d’illustration à la Haute École des Arts du Rhin (Hear) en 2015, vit à Strasbourg. Elle fait cohabiter matières et couleurs pour construire ses illustrations tout en collage. Telles des marionnettes articulées, les formes évoluent au fil de ses manipulations pour se plier à ses récits. Toujours en mouvement, l’artiste circule entre l’édition et la scène, cherchant à rendre tangible et vivant son univers. Elle cherche à décloisonner différents domaines artistiques en créant des liens entre le livre et le spectacle vivant par la voie de l’édition ou l’élaboration de petites formes racontées. Avec ses différents albums jeunesse, qu’elle illustre et écrit, elle nous emmène à la rencontre de ses personnages, à la fois grotesques et pleins de tendresse. Les différents ateliers qu’elle organise lui permettent de transmettre son énergie et le goût de la créativité.  En 2018, sa première forme a vu le jour, suivie de la publication de son premier album jeunesse, Kiki en promenade, aux éditions des Fourmis Rouges en 2019. Depuis lors, elle partage son temps entre l’écriture, l’élaboration d’expositions, l’enseignement et de multiples collaborations artistiques.