Raphael Reichert

Reichert’s works originate from collected documentations of his immediate surroundings, primarily using digital means as a point of departure. These resulting set pieces are then softly reworked and placed within a broader social context. Immediacy and density are recurring strategies across his chosen media—whether in painting, video, or photography. He is less concerned with technical perfection and more focused on communicating the directness of his thoughts and concepts. His ideas emerge through the compression of vast collections into concentrated, layered forms. His videographic works often reference pop-cultural phenomena such as fitness challenges, travel vlogs, Instagram stories and other online trends, while also experimenting with documentary stylistic devices like talking heads, subtitles, and voice-over narration. Reichert’s work has been exhibited mainly nationally but has also been shown internationally in screenings and group shows, including shows at Kunsthaus Glarus and Kunst(zeug)haus (Rapperswil, CH) in 2021 and a duo show with Ivana Kvesić at Ausstellungsraum Klingental in 2020. In 2022, Reichert presented his first solo show with contributions by Leah Studinger, titled „Opt-in“ at Architektur Forum Ostschweiz (St.Gallen, CH), followed by a duo show with Leah Studinger at Hiltibold (St.Gallen, CH) and a solo show at Peripherie8 (Basel, CH) in 2023. He has received a work grant from the city of St.Gallen in 2020. In 2025, he presented a larger body of work in a duo show with Katherine Newton at Le ventre (Hégenheim, FR), curated by Maria Claudia Gamboa.  In 2026, Reichert will show his work in solo shows at Espace Formaline, Suhr, CH and at the Rhyality Immersive Art Hall in Neuhausen, CH as well as in two simultaneous solo presentations of his extensive video work reading the news, organized by Videokunst.ch at Videofenster Bienzgut, Bern, CH and Videofenster Houdini, Zürich, CH.

Benjamin Richli

In meiner künstlerischen Praxis beschäftige ich mich gerne mit verschiedenen Themen, wobei der Mensch stets im Zentrum meiner Auseinandersetzung steht. Eine klare Einordnung meiner Arbeiten ist für mich herausfordernd, da sie sowohl Elemente der gegenständlichen Malerei als auch abstrakte Darstellungen integriert. Diese Bewegung zwischen den Polen der Figuration und Abstraktion ist für mich von großer Bedeutung und stellt einen essentiellen Akt meiner künstlerischen Praxis dar. Ein weiteres charakteristisches Merkmal meiner Arbeit ist der kreative Einsatz eines vielfältigen Materialmixes. Experimentieren mit verschiedensten Oberflächen, die als Malgründe dienen, ist ein zentraler Bestandteil meines Schaffens. Ich arbeite mit Materialien wie Zeitungen, Verpackungen, Karton, Etiketten und Plastiksäcken, um imaginäre Räume zu erschaffen. Diese Materialien werden durch unterschiedliche Maltechniken verändert und erhalten so neue Ausdrucksformen. In meinen letzten Werkserien sind großformatige Bilder entstanden, die durch breite Pinselstriche, insbesondere mit Tusche und Hake-Pinseln, gekennzeichnet sind. Diese Striche treten in einen inneren Dialog; sie ergänzen sich, stoßen sich ab und verstärken einander. Das Spiel mit diesen breiten Linien empfinde ich als eine freudvolle und meditative Form des kreativen Schaffens. Inspiriert von meinen wiederholten Begegnungen mit Hirschkäfern habe ich eine Serie kreiert, in der diese Tiere in verschiedenen Posen in surrealen Landschaften dargestellt werden. Mein Anliegen ist es, verborgene Aspekte sichtbar zu machen und den Betrachtern eine neue, möglicherweise ungewohnte Perspektive zu bieten. Dadurch möchte ich unterschiedliche Interpretationsansätze der Bilder anregen und das Erlebnis der Betrachtung bereichern.

Monika Ruckstuhl

Landschaften und Interieurs. Räume ,die sich aufzulösen scheinen. und das Licht die Grenzen verwischt. Teils sind die Motive mehr zu erahnen als tatsächlich zu erkennen. Leerstellen die durch unsere Erinnerungen aufgefüllt werden können.

Linus Finn Riegger

Linus Finn Riegger (b. 1996) works across film, performance, and drawing, exploring cinematic archetypes, play, and collective processes.
He engages in collaborative initiatives such as Small Cameras Operation (SCO) by Hsiao-Yen Yao and Lucie Lin, a film production company focused on mixed-media film and art mediation.

Since 2025 he is part of Collective Heartbreak, a group of nine artists experimenting with voice, choreography, and forms of collective writing.

R9

Das Gebäude ist eine alte Jeansfabrik. Heute enthält es viele kleine Firmen.Wir sind zwei Künstler, die im Gebäude unser Atelier gemietet haben.

Ronja Römmelt

In contemporary society, social norms, gender roles, and forms of communal belonging are in constant transformation. These shifts are not only conceptual but deeply embodied: power, inclusion, and exclusion are experienced through posture, gesture, proximity, and affective resonance. At the same time, the increasing reliance on digital communication reduces physical presence and attenuates shared, bodily experience.
In my work, I explore and render visible this corporeal dimension of social life. Through moving image and choreographic processes developed with participants, I investigate how social structures are inscribed, performed, and transmitted through the body. My work reveals the subtle ways in which collective dynamics take shape in movement, relation, and sensation.
By engaging both participants and audiences in sensory and affective experiences, my work seeks to foster empathy, deepen social awareness, and cultivate a more nuanced understanding of collective existence. It invites viewers not only to observe, but to feel and reflect on their own embodied position within social systems.
Ultimately, I propose that societal transformation is not solely discursive, but lived and co-created through the body. My practice offers a reflective and participatory framework of moving image that engages embodiment as a site of social negotiation and potential change.

RR Productions

Im Rahmen des Atelier 2026 laden Ronja Römmelt und Michaël Reinhold dazu ein, in ihre aktuellen künstlerischen Arbeiten einzutauchen. Gezeigt werden bestehende Videoarbeiten, Fragmente, filmische Skizzen und installative Elemente beider Positionen, die Einblick in ihre jeweiligen künstlerischen Praktiken geben und zugleich den Ausgangspunkt für eine neue gemeinsame Arbeit bilden.
Während des Wochenendes entwickeln sie ihre erste kollaborative Videoarbeit. Diese entsteht nicht als abgeschlossenes Werk, sondern als offenes Gefüge aus Versuch, Annäherung und Reibung. Zwei unterschiedliche künstlerische Sprachen treffen aufeinander, überlagern sich, widersprechen sich, finden temporäre Übereinkünfte – und lösen sich wieder voneinander.
Im Zentrum steht eine ebenso absurde wie ernst gemeinte Frage:
Was geschieht mit dem „Fisch nach der Sushi“?
Oder anders: Was bleibt am Ende eines Lebens übrig – insbesondere dann, wenn nicht alles verarbeitet, nicht alles verstanden, nicht alles abgeschlossen werden konnte?
Zwischen Bildproduktion, Performance, Installation und Gespräch bewegt sich die Zusammenarbeit als fortlaufender Aushandlungsprozess. Entscheidungen werden sichtbar, Zweifel bleiben bestehen, Bedeutungen verschieben sich. Das Publikum ist eingeladen, diesem Zustand nicht nur zuzusehen, sondern sich darin zu positionieren.
Im Rahmen der Ateliers Ouverts können Sie diesem Prozess beiwohnen – dürfen – oder vielleicht sogar müssen. Die Grenze zwischen Betrachtung und Beteiligung bleibt dabei bewusst unscharf.
Die präsentierten Arbeiten beider Künstler:innen fungieren dabei nicht bloss als Hintergrund oder Rahmenprogramm, sondern treten in direkten Dialog mit der entstehenden Kollaboration. Frühere Motive, Figuren und filmische Atmosphären werden aufgenommen, weitergeführt oder unterlaufen. Das Atelier verwandelt sich temporär in einen Ort zwischen Ausstellung, Filmset, Proberaum und sozialem Experiment.

Rössligasse

Das Atelier befindet sich an der Rössligasse 59.

Das Atelier ist ein Hinterhaus und liegt in einem Hof in direkter Nachbarschaft zum Sarasinpark.

Der Kunstraum Riehen und die Fondation Riehen liegen in Gehdistanz.

Ein grosser Raum mit einer Fensterfront bietet viel Licht, und der Innenhof bietet im Frühling und

Sommer Möglichkeiten für Arbeiten im Aussenraum.

Als Mieterin wurde ich durch die Kommission für Bildende Kunst Riehen ausgewählt und kann das

Atelier zeitlich begrenzt mieten. Drei Ateliers liegen in nachbarschaftlicher Nähe an der

Rössligasse und ermöglichen den Austausch mit anderen Künstler:innen.

R. Sebastian Schachinger

L’atelier de Sebastian Schachinger se situe à Blotzheim, à proximité immédiate de la piste de décollage et d’atterrissage de l’EuroAirport. Depuis les fenêtres, on voit régulièrement des avions atterrir et décoller, ce qui confère au lieu une atmosphère particulière.

 

Le bâtiment possède une emprise au sol d’environ 12 × 12 mètres et offre une surface de travail d’environ 150 m². Il a été conçu et construit dans les années 1970 par Monsieur Zimmermann. Jusqu’à son décès, il y produisait et vendait des vérandas. Sur le même terrain se trouve un autre bâtiment, également dessiné par lui : un bungalow dans lequel son épouse vit encore aujourd’hui.

 

Sebastian Schachinger s’est installé dans l’atelier en octobre 2025 et l’utilise comme lieu de travail indépendant. Le bâtiment est couvert d’un toit en pente, avec une hauteur sous plafond d’environ 6 mètres d’un côté et 3 mètres de l’autre, ce qui marque fortement l’espace intérieur.

 

Dans cet atelier, il travaille seul avec différents matériaux, notamment le bois, le métal et des « found material ».

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Sebastian Schachinger’s studio is located in Blotzheim, in close proximity to the runway of the EuroAirport. From the windows, aircraft can regularly be seen taking off and landing, which gives the place a distinctive atmosphere.

 

The building has a footprint of approximately 12 × 12 meters and offers around 150 m² of workspace. It was designed and built in the 1970s by Mr. Zimmermann. Until his death, he produced and sold verandas from this location. On the same property there is another building, also designed by him: a bungalow in which his wife still lives today.

 

Sebastian Schachinger moved into the studio in October 2025 and uses it as an independent workspace. The house has a pitched roof with a ceiling height of about 6 meters on one side and 3 meters on the other, a vertical difference that strongly shapes the interior space.

 

In this studio, he works alone with different materials, including wood, metal and “found material.”