Sibylle Laubscher

“We need art that shows us beauty, taking us by the hand like a friend.”

 

Sibylle Laubscher (CH/UK, *1971) is a painter and printmaker playing with light, form and movement from her studio in Switzerland, near Basel. She believes in the power of dreams and enchantments, feeling called to create new worlds containing wonder, joy and purpose. Worlds allowing the viewer to dream, offering hope in a time of crisis. 

Her work seeks to uncover the numinous and reveal beauty.  She believes in creating art that feels alive – inviting the viewer into a relationship, like an intimate conversation with a friend. Through her fascination with colour as light, form as space, movement as expression, and the spirit of play, her poetic-expressionist style opens a dialogue with anyone who engages with her work. 

 

Sibylle believes in the connection of reading, drawing and painting. She approaches her art as a means of self-expression, often finding refuge in the act of creation. Since studying textile design, her love of printmaking has reignited. She is convinced of the power of the handmade: “art is made by people for people”, she insists.  She believes art is vital to our wellbeing – a necessary form of human expression, and a life-sustaining force.   

 

Nature and practice of drawing are central to her artistic exploration, alongside a deep engagement with art philosophy, myth and fairy tale. Exploring themes such as womanhood and the environment, her work exudes an open and atmospheric quality.

Nicole Schmölzer

Nicole Schmölzer 

Meine Arbeitsweise mit Tusche und Ölfarbe auf Leinwand drückt sich durch einen organisch-natürlichen Prozess aus. Im Atelier wachsen meine Bilder mittels vieler Schichten, die durch das Fliessens und Eintrocknens von Farbe im Dialog mit meinen Eingriffen entstehen. Ich setze beispielsweise mit (stark verdünnter) flüssiger Farbe eine erste Fläche, die ich während ihrer langen Trocknungszeit weiterhin bewegen und modulieren kann. Über die nächsten Schritte und Schichten entstehen durch eine wässrige Tuscheschicht feine, organische Formen oder Linienstrukturen, die sich mit feingliedrigen Farbflächen abwechseln. Im Dialog mit dem jeweils Entstandenem und den weiteren Schichten entwickle ich Bildkompositionen, die von luftig-leicht bis kompakt-dicht variieren können.

Das vermeintlich Sichtbare und die derart definierte gegenständliche Welt scheinen mir vielseitig „trügerisch“: nicht nur verändert sich das Sichtbare des uns Umgebenden zyklisch und evolutionär, es ist auch unserer jeweils eigenen Wahrnehmung zu verdanken, dass sie uns unterschiedliche Aspekte des Sichtbaren eröffnet. Wir bewegen uns in Realitäten, die zuvor keine waren und bald überholt sein werden, dem sichtbar Gewohnten unterlegen, oft, ohne uns dem Unerschlossenen, gar Unerschliessbarem hinzugeben. Es ist die Vorstellungswelt, die uns prägt. Ich benutze die malerischen Mittel – Farbe, Farbträger, Farbmedium, Materialität und Werkzeug –, das Handfeste, mit welchen ich in das erst noch zu Entstehende vorstossen kann.

Malerei führt mich in diese Richtung des noch-zu-Entstehendem, wenn ich das Unfassbare – jedoch Reelle – verfolge, einfange und forme: eine Vielschichtigkeit von Sensibilitäten und Wahrnehmungen, die ihre eigene Präsenz einfordert, Gelegenheit für Wechselwirkungen schafft und auf etwas hindeutet, das ausserhalb eines bestimmbaren Ortes und einer definierbaren Zeit liegt.

Ich bin mit der Malerei auf der Suche nach einer Annäherung an dieses nicht unbedingt sichtbar Reelle und an dessen Darstellungsmöglichkeiten. Ich bin den Beweggründen der Abstraktion auf die Spur gegangen, und dem inneren Antrieb, einem Lebensrhythmus, einer Bewegung, einer Energie gefolgt, welche den Gezeiten und dem menschlichen Werden unterliegen. Dies in Malerei zu übertragen, das Fliessen darzustellen und auch zu verkörpern, die sanfte Bewegung der Veränderlichkeit festzuhalten, den Blick einzupendeln auf ein Dazwischen wird für mich als Malerin aber auch als Beobachterin zum Bildinhalt.

Petra Keinhorst

Petra Keinhorst works in site-specific installations, sculptures, and drawings. Her three-dimensional work largely comprises of hard paraffin wax sculpture projects. She melted a first public sculpture in 1999 and has been re-using the material since, re-melting it again and again. Through carving, forming or casting, work and material constantly transform anew. 

Living in South Africa for many years has influenced her motives – moving toward works that look at the social and environmental impact of our activities on this planet. The beauty of the hard paraffin wax that at times becomes partially translucent is alluring, despite confronting us with what we don’t like to see. Her two dimensional works seem similarly beautiful and fragile at first, until one realizes their meaning. 

 

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Petra Keinhorst arbeitet in raumbezogenen Installationen, Skulpturen und Zeichnungen. Seit vielen Jahren meist mit immer demselben Material Hartparaffin. Eine erste öffentliche, grosse Skulptur hat sie damals wieder eingeschmolzen – seither sind daraus über Neuguss und Wiedereinschmelzung viele neue Werke entstanden. 

Die Arbeiten entstehen klassisch bildhauerisch gehauen und geschnitzt aus zuvor gegossenen Blöcken, oder frei getaucht und geformt, oder auch abgeformt im Negativguss.

Die entstandenen Skulpturen erleuchten im sonnigen Gegenlicht halb transparent, mit einer harten und oft glänzenden Oberfläche. Die Konturen erscheinen weicher als sie tatsächlich sind und scheinen sich im Licht visuell teils aufzulösen.

Die Werke entziehen sich uns damit, obschon wir uns haptisch über das Material so angezogen fühlen. Sie erzeugen in Räumen eine atmosphärische Stimmung, die selbst im Aussenraum platzierte Objekte noch ausstrahlen.

Die Künstlerin lebte ein Jahrzehnt lang in Südafrika. Die Thematik ihrer Arbeiten hat sich, davon beeinflusst, verändert und seither entstandene Werke sind oft mehrteilige Installationen welche die Auswirkung unserer Aktivitäten auf diesem Planeten thematisieren. Während frühere Arbeiten oft eine bestimmte melancholische oder atmosphärische Stimmung intendierten, zeigen neuere Arbeiten eine formelle Brüchigkeit welche auf die Problematik unserer Zeit teils symbolisch oder konkret hinweist.

 

Der Prozess des Wiedereinschmelzens und Neubearbeiten des Materials ist dabei eine kontinuierliche Verwandlung von ephemerer Qualität.

Till Langschied

Till Langschied ist ein bildender Künstler, Autor und GIF-Enthusiast. Seine künstlerische Praxis konzentriert sich auf den Zusammenbruch von Signifikatensystemen in einem von Technologie und Netzwerken geprägten Zeitalter.

In seiner interessiert er sich dafür, wie unsere meist digitalisierte Realität Spuren am menschlichen Körper und Bewusstsein hinterlässt. Wie kann unsere Psyche mit dem übersättigten Moment eines sich ständig erweiternden “now” umgehen? Irgendwo zwischen der attention economy und den self-care Apps geschieht etwas mit unserer Spezies, und Till versucht, dieses Gefühl der Entfremdung von der Realität nachzuzeichnen in unserer Zeit, in der alles hypervernetzt ist.

Neben bildnerischen Arbeit beschäftigt sich Till mit Text. Er gründete 2023 das queere Schreibkollektiv Q.U.I.C.H.E., das jüngst den Recherchebeitrag Basel-Stadt gewann.

Er wurde 2020 zur Lago Mio Residency in Lugano eingeladen und erhielt 2021 einen Residenzaufenthalt von Pro Helvetia Shanghai und von der Fundaziun Nairs. Im Jahr 2024 war er für eine Residency mit Radio28 in Mexiko-Stadt und wurde für 2025 mit dem Atelier Mondial Stipendium für die Cité internationale des Arts in Paris ausgezeichnet.

Joël Jan Gasser

Joël Jan Gasser bewegt sich zwischen Kunst und Szenografie. Er versteht Räume als erzählerische Kompositionen, in denen Atmosphäre, Emotion und Wahrnehmung zusammenfinden. Dieses räumliche Denken prägt auch seine künstlerische Arbeit. Geschichten werden zu Bildern, Bilder werden zu Räumen. Beides inspiriert sich gegenseitig und schafft eine eigene visuelle Sprache. In seiner Arbeit verdichtet Gasser Eindrücke des Alltags zu neuen Bildwelten. Auf Papier und Leinwand entstehen vielschichtige Kompositionen mit Acryl, Tinte, Ölwachskreide, Farbstift und Filzstift. Seine Werke erkunden das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt, zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit, zwischen Innen und Aussen. Sie laden ein, sich in ihnen zu verlieren und neue Perspektiven zu entdecken.

David Bregenzer

In seiner künstlerischen Praxis bedient sich David Bregenzer verschiedener Medien, Techniken und Formaten, oftmals an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst und Musik.
2018 riefen David Bregenzer, Samuel Rauber und Jonas Weber «Boyband CHIC» ins Leben – ein Kunstkollektiv, welches sich inhaltlich unter anderem mit den Mechanismen der Populärkultur und Popmusik auseinandersetzte und diese im Rahmen von Video-Performances hinterfragte. 2023 entwickelten David Bregenzer und Samuel Rauber die «Boyband CHIC» zum Kunstkollektiv
«Nostal Chic» weiter.
2024 erarbeitete Nostal Chic die multimediale Werkgruppe «Swiss Flex», die im September 2024 im Kunstraum «KOMMET» in Lyon (FR) als Einzelausstellung erstmals präsentiert wurde. Für dieses Ausstellungsprojekt wurde die videobasierte Arbeitsweise des Vorgänger-Kollektivs «Boyband CHIC» unter anderem mit freistehenden Plastiken und Reliefs erweitert. Losgelöst von
der Zweidimensionalität des Bildschirms wirft Nostal Chic einen humorvollen Blick auf den gestalterischen Umgang mit unserer simulierten Umwelt und auf unsere Suche nach Geborgenheit.
Seit 2012 experimentiert er mit Formen der Audiovisuellen Performance und hat zahlreiche Performances vor Publikum aufgeführt. Daneben beschäftigt er sich auch mit Malerei und Keramik.

Lucia Momu

Momu & No Es, Lucía Moreno (Basel, 1982) and Eva Noguera (Torelló 1979), both graduated from the Painting Department of the Faculty of Fine Arts at University of Barcelona, later completed they MFA at DAI (The Dutch Art Institute) in The Netherlands.

Erin Mallon

Erin Mallon’s work investigates the odd, intimate relationships between reality and fiction. In her literary writing she explores the narrating and reading instances’ proximity to the telling. In her spatial and aural works, tactile and performative dimensions reshape the receptive experience of a text. An interest in the cultural and personal narratives we use to make sense of things within our lives underlies her work. By engaging with these stories, she formulates questions about the role of the everyday in artistic production – and vice versa.