Axel Töpfer

Ich mache Filme ohne Bewegung. Filme, die sich nur mit der Imaginationsleistung der Betrachter:innen bewegen können. Ich suche und kombiniere. Gefundene, entwickelte, geliehene, imaginäre Bilder. Ich arbeite nicht linear mit den Methoden filmischer Montage. Für den Mind Movie ergeben sich damit kaum auszuschöpfende Möglichkeiten: Unendliche Dauern, un- mögliche Räume, Gleichzeitigkeiten von Gegensätzen. Storyboards, Partituren, Auslegeordnungen im Raum. Als textuelle Bilder, als Serien von Bildern, als räumlich erfahrbare Konstruktionen imaginativen Raums, als begehbares Filmset, als imaginäre Plas- tiken. Ich arbeite mit spezifischen, oft sehr seltenen Materialien, die einen Beitrag zum jeweiligen Film leisten: Staub aus den Händen verworfener Figuren, Granulat aus Weltraumschrott, in Flak-Scheinwerfern verendeten Insekten etc.. Ich entwickle Formate, Manifeste, Regelwerke als Teil meiner künstlerischen Praxis. Ich arbeite in verschiedenen Formationen, Kooperationen, Verschränkungen und setze verschiedene Möglichkeiten der Autorschaft vom Kollektiv bis in die Anonymität als Werkzeug meiner Arbeit ein.

Je réalise des films sans mouvement. Des films qui ne peuvent bouger que grâce à l’imagination des spectateurs. Je cherche et je combine. Des images trouvées, développées, empruntées, imaginaires. Je ne travaille pas de manière linéaire avec les méthodes du montage cinématographique. Pour le Mind Movie, cela ouvre des possibilités presque inépuisables : des durées infinies, des espaces impossibles, la coexistence d’opposés. Storyboards, partitions, mises en scène dans l’espace. Sous forme d’images textuelles, de séries d’images, de constructions d’un espace imaginaire perceptibles dans l’espace, de plateau de tournage accessible, de sculptures imaginaires. Je travaille avec des matériaux spécifiques, souvent très rares, qui apportent leur contribution au film concerné : de la poussière provenant des mains de personnages rejetés, des granulés issus de débris spatiaux, des insectes morts dans les projecteurs antiaériens, etc.. Dans le cadre de ma pratique artistique, je développe des formats, des manifestes et des ensembles de règles. Je travaille au sein de diverses formations, collaborations et imbrications, et j’utilise différentes formes d’auteur, allant du collectif à l’anonymat, comme outils de mon travail.

Tatjana Erpen

Tatjana Erpen ist bildende Künstlerin und arbeitet mit den Medien Video, Druck und Animation. Ihre künstlerische Praxis basiert auf der Recherche und Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse und weitreichenden, meist ökonomischen Zusammenhängen.

Kapitalistische Strukturen und bestehende Systeme befragt sie durch unkonventionelle Objekte, deren Erscheinungsbild und Verwendung. Als greifbares Trägermaterial bilden Objekte lokale Archive, sie erzählen vom Willen zu Schaffen und vom Potenzial zum Handeln.

 

Tatjana Erpen verknüpft verschiedene Mikrogeschichten, hinterfragt Machtverhältnisse und schafft Raum für vielfältige Perspektiven.
Zugänge zu Themenfeldern wie Selbstermächtigung, Konsum oder Privilegien schafft sie in raumgreifenden Installationen.
Sie hinterfragt die Gewissheiten der Gegenwart und erweitert die Wahrnehmung durch Nebengeschichten, Möglichkeitsräume und alternative Strategien.

Laurence Felber

In my work, I pursue the straightforward as well as the glamorous, creating small stages for the humour and poetry that reside in certain situations and objects. Educated as a trapeze artist and graphic designer, I work equally backstage and onstage, searching for the performative moment within a book as well as the visual composition in a stage performance. Making the seemingly impossible visible as a possibility and thus creating a moment of surprise is, so to speak, the motor in my work.  Happy to share a selection of projects in Circus, Graphic Design and Voice via the links above. Feel free to look through – if you wish to see, listen to or read more project details, get in touch.

David Bregenzer

In seiner künstlerischen Praxis bedient sich David Bregenzer verschiedener Medien, Techniken und Formaten, oftmals an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst und Musik.
2018 riefen David Bregenzer, Samuel Rauber und Jonas Weber «Boyband CHIC» ins Leben – ein Kunstkollektiv, welches sich inhaltlich unter anderem mit den Mechanismen der Populärkultur und Popmusik auseinandersetzte und diese im Rahmen von Video-Performances hinterfragte. 2023 entwickelten David Bregenzer und Samuel Rauber die «Boyband CHIC» zum Kunstkollektiv
«Nostal Chic» weiter.
2024 erarbeitete Nostal Chic die multimediale Werkgruppe «Swiss Flex», die im September 2024 im Kunstraum «KOMMET» in Lyon (FR) als Einzelausstellung erstmals präsentiert wurde. Für dieses Ausstellungsprojekt wurde die videobasierte Arbeitsweise des Vorgänger-Kollektivs «Boyband CHIC» unter anderem mit freistehenden Plastiken und Reliefs erweitert. Losgelöst von
der Zweidimensionalität des Bildschirms wirft Nostal Chic einen humorvollen Blick auf den gestalterischen Umgang mit unserer simulierten Umwelt und auf unsere Suche nach Geborgenheit.
Seit 2012 experimentiert er mit Formen der Audiovisuellen Performance und hat zahlreiche Performances vor Publikum aufgeführt. Daneben beschäftigt er sich auch mit Malerei und Keramik.

Erin Mallon

Erin Mallon’s work investigates the odd, intimate relationships between reality and fiction. In her literary writing she explores the narrating and reading instances’ proximity to the telling. In her spatial and aural works, tactile and performative dimensions reshape the receptive experience of a text. An interest in the cultural and personal narratives we use to make sense of things within our lives underlies her work. By engaging with these stories, she formulates questions about the role of the everyday in artistic production – and vice versa.

Susanne Schär

Der Fokus liegt auf der Betrachtung des Unspektakulären. – In den Arbeiten von Susanne Schär & Peter Spillmann geht die Wahrnehmung und Interpretation des Augenblicklichen voraus. Es ist die Hingabe an die kleinen, unscheinbaren Gegebenheiten, in denen sie das Besondere entdecken und für sich gewinnen. Meist sind es gerade die alltäglichen Wiederholungen, monotonen Rituale, die sie in Bann halten, und die sie zu mehrschichtigen Installationen mit unterschiedlichen Medien verarbeiten.

Peter Spillmann

Der Fokus liegt auf der Betrachtung des Unspektakulären. – In den Arbeiten von Susanne Schär & Peter Spillmann geht die Wahrnehmung und Interpretation des Augenblicklichen voraus. Es ist die Hingabe an die kleinen, unscheinbaren Gegebenheiten, in denen sie das Besondere entdecken und für sich gewinnen. Meist sind es gerade die alltäglichen Wiederholungen, monotonen Rituale, die sie in Bann halten, und die sie zu mehrschichtigen Installationen mit unterschiedlichen Medien verarbeiten.

Pascale Grau

Mit den Handlungen an und mit meinem Körper, dem Einsatz meiner Stimme, aber auch der Inszenierung von Bildern und Stimmungen möchte ich Emotionen wachrufen. Gerade in den Live-Performances versuche ich meine körperliche Präsenz im Raum so stark werden zu lassen, dass sich ihr niemand entziehen kann, dass eine Übertragung auf das Publikum stattfindet. Wenn ich vor oder für eine Kamera agiere, kommen andere Parameter ins Spiel als bei einer Live-Situation: Die Aktion ist zur Kamera gerichtet, der Bildausschnitt ist suggestiv, nah und intim. Diese im Video gleichsam konservierten Performances re-inzeniere ich im Rahmen meiner Installationen in einer Art Aufführung vor dem Publikum. Die Maschinen (Video- oder Diaprojektoren etc.) und andere inszenatorische Elemente wie Objekte, Licht und Ton interagieren miteinander und erzeugen ebenfalls eine bestimmte Atmosphäre. Ein Themenkomplex durchläuft dabei manchmal mehrere Prozesse medialer Übersetzung. Durch diese Über-Setzung und Weiterschreibung soll ein Mehrwert im Sinne einer inhaltlichen und sensorischen Verschiebung erzeugt werden.   Performance und Performativität als Praktiken des Erinnerns und der Gedächtnisbildung, kollektive Bilder von Weiblichkeit und leiblicher Verfasstheit, von Identität und gesellschaftlichen Topoi bilden die inhaltlichen Schwerpunkte. In ihren jüngsten Arbeiten richtet sie den Fokus verstärkt auf das Auditive, der Schichtung und Überlagerung von live Gesprochenem …In Verbindung mit der konsequenten Befragung dokumentarischer Codes und ihrer medialen Parameter entwickelt Grau Arbeiten,die auf eine zeitgemässe Auseinandersetzung mit der Gattung Performance, deren Traditionen und Theorien sowie gesellschaftliche Ausdrucks- und Verhaltensweisen Bezug nehmen. Irene Müller, SIKART

Ruth Buck

What and how can connectedness and affection for the natural world make a difference? Ruth Buck seeks out new branching paths on cutting-edge topics. The body (embodiment) is an elementary part of artistic processes and field research.  With a variety of actions, gestures and approaches, she creates immersive art experiences from different perspectives, media and materials. This allows the audience to discover empathy for diverse topics. It is essential to create situations that can open up sensitivity.