Janik Bürgin

„Zwischen Fotografie und Malerei arbeite ich nicht auf eine eindeutige Zuordnung hin, sondern auf eine bewusste Verschiebung. Mich interessieren jene Zwischenräume, in denen ein Bild seine klare Identität verliert und beginnt, zwischen den Medien zu oszillieren. Fotografie wird dabei nicht als Dokument verstanden, sondern als Material – formbar, offen, transformierbar. Im Erkunden fotografischer Möglichkeiten suche ich nach dem Malerischen im Fotografischen. Bekanntes, Vorgefundenes oder scheinbar Festgelegtes löse ich auf, zerlege es in Licht, Fläche und Struktur und überführe es in einen neuen Zustand. Der fotografische Ursprung bleibt spürbar, doch er entzieht sich der Eindeutigkeit. Ich möchte nicht informieren, sondern involvieren. Meine Arbeiten verstehen sich als Einladung zur Wahrnehmung – als visuelle Räume, in denen Sehen zu einer inneren Bewegung wird. In diesem Prozess entsteht Bedeutung nicht durch Abbildung, sondern durch Erfahrung.“

Laurence Felber

In my work, I pursue the straightforward as well as the glamorous, creating small stages for the humour and poetry that reside in certain situations and objects. Educated as a trapeze artist and graphic designer, I work equally backstage and onstage, searching for the performative moment within a book as well as the visual composition in a stage performance. Making the seemingly impossible visible as a possibility and thus creating a moment of surprise is, so to speak, the motor in my work.  Happy to share a selection of projects in Circus, Graphic Design and Voice via the links above. Feel free to look through – if you wish to see, listen to or read more project details, get in touch.

Timo Paris

Meine künstlerische Praxis begreife ich als eine prozesshafte Untersuchung des Körpers in Bewegung und seiner Übersetzung in visuelle, räumliche und mediale Formen. Der Körper fungiert dabei zugleich als Erfahrungsraum und als Bildträger: als Subjekt, das wahrnimmt, handelt und erinnert, und als Objekt, das geformt, fragmentiert und repräsentiert wird. Aus dieser Spannung heraus entstehen Arbeiten, die Bewegung nicht primär als Ausdruck, sondern als Methode der Erkenntnis verstehen.

Im Zentrum meines Interesses steht die Frage, wie körperliches Wissen entsteht, wie es sich in Bilder, Linien, Volumen oder zeitliche Strukturen einschreibt und wie diese Übersetzungen unsere Wahrnehmung von Identität, Präsenz und Raum beeinflussen. Tanz, insbesondere Breaking, bildet dabei keinen abgeschlossenen Bereich, sondern einen Ausgangspunkt für eine medienübergreifende Praxis, in der Bewegung in Zeichnung, Skulptur, Film, Installation und Performance überführt wird. Diese Medien werden nicht als voneinander getrennte Disziplinen behandelt, sondern als unterschiedliche Aggregatzustände derselben körperlichen Erfahrung.

Ein wiederkehrendes Thema meiner Arbeit ist die zunehmende Verschiebung von unmittelbarer, sensorischer Erfahrung hin zu medial vermittelten Bildern des Körpers. In einer von technologischen Apparaten, architektonischen Ordnungen und digitalen Repräsentationen geprägten Gegenwart wird der Körper immer häufiger über sein Bild definiert. Mich interessiert, wie diese Bedingungen Wahrnehmung formen, welche Formen der Konditionierung sie hervorbringen und wo Reibungen, Brüche oder Widerstände entstehen können. Die Arbeiten untersuchen diese Spannungsfelder, indem sie den Körper in Situationen versetzen, in denen er sich an räumliche Strukturen anlehnt, gegen sie arbeitet oder von ihnen geformt wird.

Auch wenn visuelle Medien eine zentrale Rolle spielen, richtet sich meine Aufmerksamkeit bewusst auf nicht-visuelle Dimensionen von Wahrnehmung: auf Gewicht, Druck, Reibung, Gleichgewicht, Atem, Zeitdehnung und innere Zustände. Bewegung wird dabei zu einem Instrument, um diese Qualitäten erfahrbar zu machen und ihnen eine Form zu geben, ohne sie vollständig zu fixieren. Die entstehenden Arbeiten sind weniger als abgeschlossene Aussagen zu verstehen, sondern als Momentaufnahmen eines fortlaufenden Dialogs zwischen Körper, Raum und Vorstellung.

In diesem Sinne verstehe ich meine Praxis als eine Suche nach Formen, die körperliche Erfahrung nicht ersetzen, sondern verdichten und transformieren. Sie zielt darauf ab, Wahrnehmung nicht zu erklären, sondern sie zu verschieben – hin zu einer Aufmerksamkeit für das, was sich im Übergang zwischen Bewegung und Bild, zwischen Präsenz und Repräsentation, zwischen Körper und Umwelt ereignet.

Hilde Hagmann-Brummer

Die Inspiration für mein Schaffen sind der Mensch und die Natur. Und ebenso die bewusste Wahrnehmung der Schönheit von Landschaften und Architektur.   In meiner Arbeit liebe ich das zeichnerisch-malerische, der reflexive oder auch spielerisch experimentelle Umgang mit Material, Motiven und Raumsituationen.  Zitat: «In den Bildern treibt Hilde Hagmann ein Spiel in vielerlei Hinsicht: Mit den Erwartungen und Einordnungen der Betrachterin oder des Betrachters, mit vielen Facetten von Illusion und Reflexion, mit der Spannung zwischen Vorstellungswelt und realem Raum».

Barbara Peyer

In meiner Malerei ist die Intensität und die Sprache der Farben zentral. Im Prozess des Malens lote ich die Schnittstelle von Gegenständlichkeit und Abstraktion aus. Die neuen Arbeiten spielen mit Mehrschichtigkeit und Transparenz, so wie Erscheinen und Verschwinden von Begrifflichem. Die Malerei auf Leinwand ist und bleibt mein Medium der Bildfindung und Bilderfindung – Bilder die eher als Anklang und nicht als eindeutig lesbar verstanden werden wollen.

Linus Finn Riegger

My work unfolds at the intersection of performance, film, and drawing. It is driven by a desire to initiate moments —happenings — that momentarily loosen the grip of dominant logics of performance and productivity. I aim to create spaces where failing together becomes a different kind of success. To do this, I work closely with friends and familiar collaborators, exploring a language of care and intuitive release. Through partly scripted choreographies and reflections rooted in lived experience, I seek to turn ordinary encounters into shared acts of conscious attention. These moments emerge through performative improvisation, accidents, and role reversals, in which the work finds it’s way across the vision of all together. Influenced by silent cinema, experimental films of the 1970s — such as SymbiopsychoTx1Plasm by William Greaves — and the theatrical languages of voice and gesture, I am interested in blurring the line between rehearsal and event.

Rondi Park

Rondi Park is a multidisciplinary artist based in Basel, they use painting, installation and performance in their practice.

Laura Fandiño Mojo

I experiment video-creation as an extension of the photographic image, documenting in sequences the pulse of the action. I have been studying the documentary authenticity as fiction for some years, using memory in this auto-investigation which lies halfway between the real/visual and the staged scene. Silence, sound or absence are present, as is uncommunication.

 

Regarding drawing, I have been working on inexactitude and disproportion. This has led to a degenerate effect, a result of inconclusive aspect (in the same way a memory is incomplete too), unmeasured and with no meaning in space. For me, a blank piece of paper or canvas are spaces of negotiation.