Michel Pfister

EINE KRAFTVOLLE UND RAUMGREIFENDE PRÄSENZ
Ob klein- oder grossformatig, seinen raumgreifenden Interventionen gemein ist eine kraftvolle Präsenz, die Raum und Holzobjekt gleichermassen umschliesst. Die Rede ist von den Arbeiten von Michel Pfister, der — 1966 geboren und aufgewachsen in der Surselva — seit Jahrzehnten in Basel tätig ist.

BESCHAFFENHEIT DES MATERIALS
Sein Vater war der Schreiner in seinem Heimatdorf Waltensburg / Vuorz. Darauf führt Michel Pfister seine Leidenschaft für das Material Holz zurück, dessen Qualitäten weit über das rein Handwerkliche hinausgehen. In der unterschiedlichen Beschaffenheit sowie Oberflächenbehandlung, den haptischen, taktilen sowie olfaktorischen Eigenschaften des Materials,
die eine ungemeine Vielfalt an Verwendungsmöglichkeiten beherbergt und die laut Pfister noch lange nicht ausgereizt sind, hat der Künstler das ideale Medium für seinen persönlichen künstlerischen Ausdruck gefunden.

INTENTION UND ARBEITSWEISE
Michel Pfisters künstlerische Intention liegt in der intensiven Auseinandersetzung mit Raum, Objekt und Architektur. Dabei ist ihm das handwerkliche Können genauso wichtig wie der Umgang mit dem Material. Seine Interventionen sind jeweils ortsbezogen. Indem sich Pfister in einem ersten Schritt auf die vorgefundene räumliche Gegebenheit einlässt, ist es ihm möglich,
den Raum — durchaus auch intuitiv — zu erfassen. Der nächste Arbeitsschritt spielt sich im Atelier ab: Es entstehen skizzenhafte Zeichnungen von Hand. Diese Entwürfe widerspiegeln einerseits seinen Eindruck des zu bespielenden Ortes, andererseits stellen sie eine erste Idee des künstlerischen Eingriffes dar. Wieder vor Ort erfolgt die Kontrolle, ob Form, Grösse und Proportion den Räumlichkeiten tatsächlich entsprechen. Pfisters akribische Arbeitsweise
erfordert Zeit und Geduld. Während einer nächsten Phase, die den Aufbau der Installation beinhaltet, eröffnet sich ihm nach und nach ein Zeitfenster, in dem er spürt, dass Raum und Objekt eine gemeinsame Geschichte zu erzählen beginnen. Nun lässt er sich abermals Zeit, besucht die Räume wieder und wieder und nimmt geringfügige Änderungen vor. Irgendwann tritt schliesslich der Moment ein, an dem sich dem Künstler die erhoffte Intention offenbart: eine gegenseitige Durchdringung von geschaffenem Objekt sowie vorgegebener Raumsituation.
Dabei verfolgt er in seinem Kunstschaffen stets das Ziel, mit minimalen Eingriffen eine grösstmögliche Wirkung zu realisieren.

Eine Stärke der Arbeiten von Pfister besteht darin, dass ihre ausstrahlende — buchstäblich fühlbare — Präsenz die vorgefundene Raumsituation zu intensivieren vermag. Die innewohnende Kraft der Objekte schafft im Zusammenspiel mit den Räumlichkeiten eine spannungsvolle Atmosphäre. Durch Michel Pfisters Eingriffe wird die Geschichte des Ortes quasi konserviert und auf einer nonverbalen, sinnlichen Ebene weitergeführt.
Ginia Holdener

Timo Paris

Meine künstlerische Praxis begreife ich als eine prozesshafte Untersuchung des Körpers in Bewegung und seiner Übersetzung in visuelle, räumliche und mediale Formen. Der Körper fungiert dabei zugleich als Erfahrungsraum und als Bildträger: als Subjekt, das wahrnimmt, handelt und erinnert, und als Objekt, das geformt, fragmentiert und repräsentiert wird. Aus dieser Spannung heraus entstehen Arbeiten, die Bewegung nicht primär als Ausdruck, sondern als Methode der Erkenntnis verstehen.

Im Zentrum meines Interesses steht die Frage, wie körperliches Wissen entsteht, wie es sich in Bilder, Linien, Volumen oder zeitliche Strukturen einschreibt und wie diese Übersetzungen unsere Wahrnehmung von Identität, Präsenz und Raum beeinflussen. Tanz, insbesondere Breaking, bildet dabei keinen abgeschlossenen Bereich, sondern einen Ausgangspunkt für eine medienübergreifende Praxis, in der Bewegung in Zeichnung, Skulptur, Film, Installation und Performance überführt wird. Diese Medien werden nicht als voneinander getrennte Disziplinen behandelt, sondern als unterschiedliche Aggregatzustände derselben körperlichen Erfahrung.

Ein wiederkehrendes Thema meiner Arbeit ist die zunehmende Verschiebung von unmittelbarer, sensorischer Erfahrung hin zu medial vermittelten Bildern des Körpers. In einer von technologischen Apparaten, architektonischen Ordnungen und digitalen Repräsentationen geprägten Gegenwart wird der Körper immer häufiger über sein Bild definiert. Mich interessiert, wie diese Bedingungen Wahrnehmung formen, welche Formen der Konditionierung sie hervorbringen und wo Reibungen, Brüche oder Widerstände entstehen können. Die Arbeiten untersuchen diese Spannungsfelder, indem sie den Körper in Situationen versetzen, in denen er sich an räumliche Strukturen anlehnt, gegen sie arbeitet oder von ihnen geformt wird.

Auch wenn visuelle Medien eine zentrale Rolle spielen, richtet sich meine Aufmerksamkeit bewusst auf nicht-visuelle Dimensionen von Wahrnehmung: auf Gewicht, Druck, Reibung, Gleichgewicht, Atem, Zeitdehnung und innere Zustände. Bewegung wird dabei zu einem Instrument, um diese Qualitäten erfahrbar zu machen und ihnen eine Form zu geben, ohne sie vollständig zu fixieren. Die entstehenden Arbeiten sind weniger als abgeschlossene Aussagen zu verstehen, sondern als Momentaufnahmen eines fortlaufenden Dialogs zwischen Körper, Raum und Vorstellung.

In diesem Sinne verstehe ich meine Praxis als eine Suche nach Formen, die körperliche Erfahrung nicht ersetzen, sondern verdichten und transformieren. Sie zielt darauf ab, Wahrnehmung nicht zu erklären, sondern sie zu verschieben – hin zu einer Aufmerksamkeit für das, was sich im Übergang zwischen Bewegung und Bild, zwischen Präsenz und Repräsentation, zwischen Körper und Umwelt ereignet.

Barbara Peyer

In meiner Malerei ist die Intensität und die Sprache der Farben zentral. Im Prozess des Malens lote ich die Schnittstelle von Gegenständlichkeit und Abstraktion aus. Die neuen Arbeiten spielen mit Mehrschichtigkeit und Transparenz, so wie Erscheinen und Verschwinden von Begrifflichem. Die Malerei auf Leinwand ist und bleibt mein Medium der Bildfindung und Bilderfindung – Bilder die eher als Anklang und nicht als eindeutig lesbar verstanden werden wollen.

Rondi Park

Rondi Park is a multidisciplinary artist based in Basel, they use painting, installation and performance in their practice.

Paradies

Einige Gehminuten von der Busstation “Paradies” und dem Grün des Allschwiler Waldes entfernt haben sich seit dem Sommer 2022 Künstler:innen in Gemeinschafts- und individuellen Ateliers in der Zwischennutzung an der Binningerstrasse 116 eingerichtet. Das im Allschwiler-Gewerbepark stehende Bürogebäude versprüht nach wie vor einen 2000er Office Vibe – doch die Ateliers sind hell und der verfügbare Raum grosszügig bemessen. Die Nutzung des Gebäudes ist eklektisch: Neben Künstler:innen sind auch andere Kreative im Haus tätig und einige Flächen werden als Lager oder Werkstätten verwendet.

Le Pavillon Danse

Peu après les perturbations causées par le coronavirus, j’ai décidé de changer d’horizon et j’ai quitté l’Espagne pour la Suisse.

J’ai d’abord vécu dans la région du Jura, puis je me suis finalement installée à Bâle, bien que je ne parlais pas allemand.

Le besoin d’un studio disponible 24h a été comblé à Hegenheim. 

 

Grâce à des contacts avec des amis artistes, je suis arrivée à Hegenheim où mon besoin d’avoir mon propre atelier a été comblé.

Avec d’autres artistes, nous avons acquis le bâtiment du pavillon situé en face du Halmhaus. J’ai droit à une chambre de 48 mètres carrés. La cuisine et la salle de bain sont partagées.

Nous avons enlevé l’asphalte de certaines places de parking pour créer un jardin. 

Nous allons planter des arbres et créer un bel espace.

 

Je souhaite que mon studio ne soit pas un espace privé, mais un lieu accueillant où les gens puissent venir et ressentir une atmosphère à la fois calme et stimulante.

Anita Perez

Le modelage est  à la base de mes créations.  Mes sculptures restent classiques, formelles  elles se rapportent à l ‘image du corps, nu, paré ou métamorphosé où  la figure féminine est au centre de mon inspiration ainsi que la Beauté pour son emprise et les émotions qu’elle déclenche en moi.

 

Mes inspirations :

la figure féminine dans l’histoire de l’art,

la mythologie

la nature, notamment inspirée par certains sites archéolgiques  ou la végétation enveloppe, envahit et transforme les sculptures.

      

La couleur s’est également imposée dans ma recherche du travail de surface de mes sculptures : engobes, émaux .

Eznop

Eznop est un artiste Street Art, né en 1983 dans l’Est de la France, qui a su transposer l’énergie des rues sur la toile, créant des œuvres figuratives puissantes. D’abord inspiré par les murs de son quartier, Eznop a rapidement adopté les tableaux comme support principal, offrant une nouvelle dimension à son expression artistique. Ses œuvres figuratives sont marquées par des personnages et des scènes de la vie quotidienne, où il mêle habilement réalisme et abstraction pour capturer des émotions intenses. 
Fortement influencé par la culture urbaine, Eznop conserve dans ses tableaux l’esprit du Street Art : spontanéité, audace et un lien direct avec le spectateur. Il utilise une variété de techniques et de matériaux, comme la bombe de peinture acrylique, l’aérographe, les feutres Posca ou encore le pinceau, ce qui lui permet de jouer avec les textures et les effets pour donner vie à ses personnages. Chaque œuvre raconte une histoire, souvent liée à son environnement et aux expériences humaines qu’il observe autour de lui. Avec ces compositions, ses tableaux se démarquent par leur capacité à susciter réflexion et émotion, tout en restant ancrés dans l’esthétique du Street Art.