Mariejon de Jong-Buijs
4142 Münchenstein
 
Dernière participation aux ateliers ouverts
2015
 
Techniques
- Installation
- Peinture
- Photographie
 
contact
Oslo-Strasse 10
4142 Münchenstein
mariejon.de.jong@gmail.com
tél : 07 65 23 16 45
https://mariejondejong-buijs.com/
 
Présentation
Vor fast einem Jahrzehnt saß ich auf einem Traktor, der mit einem kleinen Tank
ausgestattet war, und malte – oder genauer gesagt: Ich fuhr den Traktor
wiederholt vor und zurück über eine 50 Meter lange Leinwand. Die Oberfläche
wurde durch Farbe markiert, die aus einer Reihe von Löchern in einem am Tank
befestigten Rohr floss – ähnlich wie Dünger, Herbizide oder Wasser. Diese Art
von Arbeit war mir vertraut: die präzise Kontrolle des Traktors, das ständige
Vor- und Zurückblicken, die Geduld und Aufmerksamkeit, die eine ansonsten
scheinbar einfache Tätigkeit erfordert. Als Teenager arbeitete ich auf
Bauernhöfen und verrichtete dort unterschiedliche Aufgaben. Traktorfahren war
mir vertraut: eine Art, draußen zu sein, eine tief im Körper und auf der Haut
verankerte Erinnerung.
Meine prozessorientierten Arbeiten sind von der Tradition der niederländischen
Landschaftsmalerei inspiriert. Anstatt die Landschaft darzustellen, versuche ich,
mich über die Erinnerung wieder mit ihr zu verbinden – eine Art Zeitkapsel, die
angesammelte Erfahrungen und Eindrücke in sich trägt.
Meine Gemälde sind großformatig und häufig geprägt von gesättigten Farben,
geometrischen Formen, repetitiven Mustern und der Faltung der Leinwand.
Durch diese Gefaltetheit lade ich die Betrachter:innen ein, über Zeit und Malerei
auf eine andere Weise nachzudenken. Eine Falte unterbricht die Flächigkeit und
schließt Volumen ein, sodass die Oberfläche des Gemäldes als formbar
verstanden wird – als etwas, das verpackt und wieder entfaltet werden kann und
sowohl im gespannten als auch im ungespannten Zustand existiert. Die Hin- und
Herbewegung des Traktors über die Länge der Leinwand – seine Spurführung –
war die erste in einer Reihe von Methoden, die ich entwickelte, um die Leinwand
ohne einen traditionellen Pinsel zu markieren.
Ich interessiere mich für die Möglichkeiten, wie Farbe durch nicht-traditionelle
Anwendungen Spuren, Einschreibungen und Gesten erzeugen kann. Mit
Werkzeugen wie Rückensprühern und Besen arbeite ich mit einer Vielzahl von
Instrumenten, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Ateliers. Ich verstehe
mein „Malen“ als einen Prozess der Ausführung konkreter Handlungen, der es
erlaubt, die Unwägbarkeiten der Farbe sichtbar werden zu lassen. Einige
Arbeiten entstehen im Freien, wobei auch das Wetter eine aktive Rolle spielt. Die
daraus resultierenden Leinwände legen den Prozess, die Werkzeuge, die
Materialien und den Akt der Bewegung selbst offen.
Unabhängig von den verwendeten Mitteln beruhen alle meine bisherigen
Arbeiten auf einer Aufmerksamkeit für den Prozess als etwas, das sich über die
Zeit entfaltet – als ein Verfahren, das die Ausführung spezifischer, oft repetitiver
Handlungen über die Leinwand hinweg umfasst. Während ich weiterhin innerhalb
der Tradition der bemalten Leinwand arbeite, bleibe ich dem Erkunden neuer
Wege verpflichtet, die Malerei über die Staffelei hinauszuführen.
2026, Basel CH
 
Parcours
Mariejon de Jong-Buijs (*1970, die Niederlände), lebt und arbeitet in Basel,
Schweiz. 1994 schloss sie ihr Bachelorstudium der Bildenden Kunst in den
Niederlanden ab. 2015 erwarb sie ihren Master of Fine Arts am Institute Art
Gender Nature in Basel. Im Jahr 2019 nahm sie am Immigrant Artist Program
der New York Foundation for the Arts teil. Ihr Projekt iExist wurde in das Fiscal
Sponsorship Program der New York Foundation for the Arts in New York
aufgenommen.
Ihre Arbeiten befinden sich in Unternehmens- und Privatsammlungen in Europa,
Kanada, Australien sowie in Nord- und Südamerika. Die Werke von Mariejon de
Jong-Buijs wurden national und international in zahlreichen Ausstellungen
gezeigt, unter anderem in der Kunsthalle Basel (CH), FABRIKculture Hégenheim
(FR), dem Hunterdon Art Museum in Clinton, New Jersey (USA), der Brick +
Mortar Gallery in Easton, Pennsylvania (USA), dem FRAC Alsace in Sélestat (FR),
dem Kunstmuseum Olten (CH), De Steenfabriek Gilze (NL), dem Kunsthaus
Baselland in Muttenz (CH), der Ballroom Gallery in Brüssel (BE), dem Lille Grand
Palais in Lille (FR), dem iCOON – Museum for Minimal Art & Design in Hoek van
Holland (NL), dem Fort Sabina Henrica in Heijningen (NL), der Heike Strelow
Galerie in Frankfurt am Main (DE) sowie der Fondation Fernet-Branca in Saint
Louis (FR).





