Madeleine Ashe-LEroy

4142 Münchenstein

 

Dernière participation aux ateliers ouverts
2015

 

Techniques

  • Collage
  • Installation
  • Sculpture

 

contact

Oslo-Strasse 10
4142 Münchenstein

mashieleroy@gmail.com
tél : 07 82 00 82 95
https://madeleine-ashie-leroy.portfolio.site

 

Présentation

Ich arbeite an der Schnittstelle von Körper, Ornament und Macht. Meine Arbeiten bewegen sich zwischen Skulptur, Installation und Objekt. Sie entstehen aus einem Interesse an Form als Träger von Begehren, Projektion und Ordnung. Der Barock ist dabei ein wichtiger Bezugspunkt. Nicht als Stilzitat, sondern als Haltung: Übermaß, Verdrehung, Glanz, Oberfläche, theatralische Geste. Mich interessiert das Ornamentale ebenso wie das Bedrohliche. Viele meiner Formen oszillieren zwischen Waffe und Fetisch, zwischen Schutzobjekt und Angriffsfläche, zwischen Fantastik und Funktion. Sie können glänzen, locken, abweisen. Sie bleiben ambivalent. Ich arbeite mit Materialien wie Gummi, Keramik, Textilien oder beschichteten Oberflächen. Diese Stoffe besitzen eine körperliche Qualität. Sie erinnern an Haut, Membran oder Panzer. Sie sind weich und widerständig zugleich. In dieser Materialität liegt eine Spannung zwischen Intimität und Rüstung, zwischen Verletzlichkeit und Inszenierung. Ein wiederkehrendes Motiv ist das Phallische. Nicht als Symbol männlicher Potenz, sondern als kulturell stark codierte Form, die Macht, Ordnung und Richtung behauptet. Auffällig ist, dass es für dieses Zeichen kein sprachlich gleichwertiges weibliches Pendant gibt. Diese Asymmetrie interessiert mich. Meine Arbeiten reagieren darauf nicht mit Illustration, sondern mit Verschiebung. Formen kippen, verlieren ihre Eindeutigkeit, werden Ornament, Wucherung, Fragment oder Hülle. Mich reizt der Moment, in dem ein Objekt nicht mehr klar benennbar ist. Wenn es zwischen Fantasie und Funktion schwebt, zwischen Attraktion und Gefahr. In diesem Zwischenraum entstehen meine Arbeiten. Sie behaupten nichts, sie verführen, irritieren oder widersprechen. Bedeutung bleibt beweglich. Ich verstehe meine Praxis als formale und materielle Auseinandersetzung mit Machtstrukturen, die sich im Körperlichen einschreiben. Skulptur wird dabei zu einem Ort, an dem Glanz und Gewalt, Begehren und Abwehr gleichzeitig sichtbar werden können.

 

Parcours

Madeleine Ashie-Leroy studierte Bildende Kunst und Keramik an der Muthesius Kunsthochschule Kiel sowie an der LUCA School of Arts in Gent. 

Ihre Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien gezeigt. Darunter Schloss Gottorf / Landesmuseum Schleswig-Holstein, Stadtgalerie Kiel, Overbeck-Gesellschaft Lübeck und dem Palais für aktuelle Kunst in Glückstadt.

Sie erhielt das Arbeitsstipendium des Landes Schleswig-Holstein, das Künstler*innenstipendium der Villa Sträuli Winterthur und jeweils eine Artist-in-Residence in Enschede und Eckernförde. 

Zudem wurde sie für den Gottfried-Brockmann-Preis und den Richard-Bampi-Preis nominiert.

 

Von 2020 bis 2025 leitete sie die Bildhauer*innen-Werkstatt an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel.