Svenja Gansner
4058 Basel
 
Dernière participation aux ateliers ouverts
2015
 
Techniques
- Installation
- Modelage
- Sculpture
 
contact
Turnerstrasse 30A
4058 Basel
svenja.gansner@gmail.com
tél : 07 92 81 64 95
 
Présentation
Gansners Arbeiten befassen sich mit dem Spannungsfeld zwischen dem «Ich» und dem «Anderen». Ihre Werke sind oft nicht nur körperlich, sondern auch emotional und psychologisch. Es dreht sich um Gegensätze wie Anziehung und Abstossung, Vertrautes und Fremdes, aber auch um Themen wie Fetischismus und um gesellschaftliche Normen, die den Körper definieren.
Ihre Grundlage bildet die Abjekt-Theorie von der Psychoanalytikerin Julia Kristeva, sie beschreibt das Abjekt als etwas, das uns irritiert, weil es die Grenzen des Subjekts und unserer kulturellen Ordnung bedroht. Es handelt sich um das, was als gefährlich, ekelhaft oder unrein gilt – alles, was in unserem Selbstverständnis nicht Platz hat. Gansners Werke fungieren als Spiegel, der diese Abjekte in den Vordergrund rückt und das Publikum herausfordert, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Wenn wir eine Ausstellung besuchen, erwarten wir immer etwas von den Kunstwerken – was aber, wenn die Kunstwerke etwas von uns erwarten?
In Gansners Arbeiten kommen diese Themen auf unterschiedliche Weise zur Sprache. Ihre Arbeit lädt die Betrachter ein, sich mit den Aspekten der Abjekte auseinanderzusetzen und die Komfortzone zu verlassen. Sie fordert uns dazu auf, das Ekelhafte, das Unerwünschte und das Verdrängte zu umarmen und zu akzeptieren, dass diese Elemente integrale Bestandteile der eigenen Identität sind. Gansners Kunst zeigt, dass das Abjekt nicht nur abgestossen werden sollte, sondern als eine Quelle für Erkenntnis und Verständnis dienen kann. In ihrer Auseinandersetzung bietet sie einen neuen Zugang zu Themen von Identität, Fremdheit und dem menschlichen Zustand.
 
Parcours
Svenja Gansner wurde 1998 in Graubünden geboren. Schon früh zeigte sie ein starkes Interesse an Kunst und Design, was sie dazu bewegte, eine Lehre als Polygrafin zu absolvieren. Diese Ausbildung legte den Grundstein für ihr Verständnis von visueller Gestaltung und den verschiedenen Techniken, die digitale und analoge Anwendung finden.
Im Jahr 2019 erhielt Gansner von der Kulturförderung Graubünden ein Atelierstipendium in Wien, wo sie sich vor allem mit dem Siebdruck auseinandersetzte. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat besuchte sie den gestalterischen Vorkurs in Chur, wo sie ihre Fähigkeiten weiter verfeinerte und ihre Arbeiten langsam in den dreidimensionalen Raum wechselten.
Im Jahr 2021 begann Gansner ihr Studium der Bildenden Kunst an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Basel. Ihre Experimentierfreude führte dazu, dass sie im Jahr 2024 ihr Studium erfolgreich abschloss. Heute lebt sie in Basel und Seewis.
Seitdem ist Gansner aktiv an Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt. Ihre Arbeiten waren in Institutionen wie dem Kunstmuseum Chur, dem Kunsthaus Baselland sowie im Museum Bickel zu sehen. In ihren Ausstellungen behandelt sie oft Themen wie Identität, Körperlichkeit und die Wechselwirkungen zwischen dem Individuum und sozialen Strukturen.
Darüber hinaus engagiert sich Gansner auch in unterschiedlichen kulturellen Organisationen. Dazu gehören die Kulturkommission Prättigau, Visarte Graubünden und auch GGG Kulturkick.





