Rahel Knöll

68220  Hégenheim

 

Dernière participation aux ateliers ouverts
2017

 

Techniques

 

contact

60 rue de Bâle
68220  Hégenheim

rahel.knoell@netsurfer.ch
tél : 06 12 72 72 43

 

    Présentation

    gekürzt

     

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    Was bleibt ist ein meist kleines Bild.

    Man könnte die Bilder auch als Schautafeln verstehen, sie zeigen ausgeschnittene, nichtverbale, farbige messages und sind eine Einladung an die mündigen BetrachterInnen mit ihnen zu spielen. Spielen wird meist verwechselt mit zweckfreiem Tun, anzusiedeln in der Zeit wo Lebewesen noch nicht sozialisiert sind, dies ist aber ein gelinder Irrtum: Spieltheorie ist eine Wissenschaft, die nicht kooperative Spieltheorie ein Teil derselben, wobei nicht kooperativ meint, dass sich die Spieler auf verschiedenen Informationsebenen befinden. Nun: in der Kunst von Rahel Knöll geht es nicht um Sieger und Verlierer, sie würde diese Polarisierung keinesfalls gutheissen, nein es geht nicht einmal um Spielen im landläufigen Sinne, wo es dazu mehrere Mitspieler braucht. Es ist noch komplexer: ihre Kunst, ihre Malerei, ihre Bilder liefern quasi das Regelwerk und dies hat sie ja schon gesetzt. Der Spieler, die Spielerin, die Betrachter können sich nun soweit sie mögen einlassen auf  die spannende Frage, was ist das denn für ein Spiel und noch wichtiger, was habe ich davon wenn ich mich darauf einlasse und vielleicht noch, wieviel will ich investieren um daraus einen geistigen Mehrwert zu erzeugen. (Eine wichtige Technik beim Finden von Gleichgewichten in der Spieltheorie ist das Betrachten von Fixpunkten). Ein anderes Phänomen zum Gleichgewicht ist dass je mehr Information auf Seiten des Betrachters vorhanden ist, desto mehr Nutzen und Spass zieht derselbe aus der Auseinandersetzung mit.

    Wenn Sie sich ein Fahrrad kaufen oder einen Fernseher sind die Gebrauchsmöglichkeiten mehr oder weniger scharf umrissen, das Fahrrad bringt sie schneller als zu Fusse von a nach b, in den Fernseher können Sie reingucken z.B., bei Kunst, bei der Malerei, bei den Arbeiten von Rahel Knöll liegt das nicht so einfach: denn sie sagt ihnen nicht was sie mit dem Teil anfangen sollen, ob sie es als Meditationstafel oder als Spiegel oder als Schaltordnung benutzen sollen, das liegt ganz bei Ihnen, denn die Künstlerin verweigert da jegliche Auskunft, auch das eine Haltung, welche vom Vertrauen in die geschaffene Ordnung rührt, welche quasi eine selffullfilling prophecy sein soll. Leicht wird diese Haltung mit Arroganz verwechselt, ein Irrtum, denn ganz im Gegenteil kommt sie aus einer- durchaus selbstbewussten- Bescheidenheit: Rahel Knöll ist sich bewusst, was alles im Namen einer umfassenden Kunsttheorie auch schon passiert ist und was dabei auch alles nicht ganz funktioniert hat, der Begriff des Gesamtkunstwerkes z.B. mit seinem endgültigen Scheitern im 2. Weltkrieg; die Formatfrage seit den fünfziger Jahren, die grossen Amerikaner gegen die kleinen Europäer, oder das Ringen um das grösste Bild in einer Nacht gemalt von Martin Disler, die Superlative, die Rekorde, die titanischen Leistungen rauschhaften, genialischen Tuns. All das interessiert sie nicht, sie selbst würde ganz gerne ausprobieren, wie es denn wäre, eine kleine Arbeit von ihr z.B. neben oder gegenüber des toten Christus von Holbein zu setzen, was pasiert da, was geht da ab? Oder ein anderes kleines Bild an die Stirnwand des Oberlichtsaals in der Kunsthalle hängen und sonst nichts, das wäre zugegebenerweise eine Zerreissprobe, aber spannend.
    Das sind die echten Herausforderungen.

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    Matthias Aeberli, Dezember 2011

     

     

    Parcours

    1951                           in Basel geboren, lebt und arbeitet in Basel und Bettona (Italien)

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    1976-79                      Ausbildung in Zürich zur Bewegungs- und Tanzpädagogin

    nach Rudolf Laban.

    kontinuierliche Weiterbildung in Tanz und Bewegung.

    Ab 1979 langjährige Lehrtätigkeit in Basel und in Italien.

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    seit 1984                     Arbeit mit Fotografie und Malerei

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    1984-85                      Istitutosvizzero, Rom

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    1991                           Kunststipendium der Stadt Basel

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    1996-99                      Entwurf, Herstellung und Vertrieb einer Designkeramiklinie

    unter dem Label Standbein Inc. Zusammen mit Matthias Aeberli

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    Ausstellungen

     

     

    2015                           die Welt retten/Arche, Kunsthalle Palazzo Liestal   Katalog

    ex voto, M54 Basel                                                                           DVD

    —————————————————————————————————————-2011                            ifsix was nine, Regionale12, Kunsthalle Palazzo, Liestal Edition

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    2008                           Regionale, Kunstverein Freiburg

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    2006                           der kleine Kunstmarkt 1-3, Basel

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    2005                           Galerie Ursula Wiedenkeller, Zürich

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    2004                           Salon, Kunsthalle Palazzo, Liestal

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    2003                           Kunstraum Riehen                                                                            Buch

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    2001                           Die Katakombe, Basel

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    2000                           ForuMeyrin, Genf                                                                 Edition

    Kunstpreis der UBS

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    1994-97                      Sélection, Kunsthaus Muttenz

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    1996                           Kunsthalle Palazzo                                                                Katalog

    Malerei, Kunsthalle Basel

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    1985                           Istitutosvizzero, Rom                                                Edition

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    Ankäufe

     

    Kunstkredit BS, Kunstkredit BL

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